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Paul Zipser aus Schriesheim hat sich für den NBA-Draft angemeldet

erstellt am Mittwoch, 13 Mai 2015
Paul Zipser aus Schriesheim hat sich für den NBA-Draft angemeldet  Bild: AS Sportfotos

von Sportkurier. Den Traum von der NBA träumen viele Basketballer, zumindest einen Schritt weiter ist inzwischen Paul Zipser.

Der ehemalige Spieler der MLP Academics Heidelberg, der inzwischen für den FC Bayern in der Bundesliga spielt, hat sich für den Draft der nordamerikanischen Profi-Liga angemeldet.

Am 25. Juni haben die Klubs der stärksten Basketball-Liga der Welt die Gelegenheit, sich die größten Talente zu sichern - und Zipser hofft, eines von ihnen zu sein. "Ich warte erst einmal ab und bin gespannt, was passiert", ist der 21-Jährige im Moment noch gelassen. Die drei Buchstaben NBA lösen auch bei dem Schriesheimer Herzklopfen aus, doch der Forward ist dem Teenie-Alter längst entwachsen und weiß, dass er seine Chancen, den Sprung über den Teich zu schaffen, alleine mit guten Leistungen im Verein vergrößern kann.

Dass Zipser, der beim USC Heidelberg die Jugendmannschaften durchlief, die Fähigkeiten mitbringt, um sich mit den Besten zu messen, ist unbestritten. "Ich habe in den zurückliegenden Jahren keinen deutschen Spieler mit einem solchen Wurf gesehen", sagte Kay Blümel einmal über Zipser.

MLP Academics Heidelberg vs.ETB Wohnbau Essen Baskets 29 Paul ZIPSER                  AS Sportfotos

Blümel hatte den variablen Flügelspieler bei der U18-Nationalmannschaft unter seinen Fittichen. Inzwischen ist Zipser dem Juniorenalter entwachsen und hat sich beim FC Bayern in der Bundesliga mehr und mehr Spielzeit erarbeitet. Seit seinem Wechsel von den MLP Academics im Januar 2013 zu den Münchnern verbrachte Zipser viele Monate in der Reha, ehe er sich verletzungsfrei ins Team der Bayern spielte. In der aktuellen Saison steht er im Durchschnitt knapp 14 Minuten auf dem Feld und erzielt dabei 5,4 Punkte.

"Ich fühle mich in München gut und erarbeite mit im Training mehr und mehr Spielzeit", sagt der 2,01-Meter-Mann mit dem weichen Handgelenk. Und diese Entwicklung ist den Spähern aus der NBA nicht verborgen geblieben.

Regelmäßig wird Zipser bei den Spielen der Münchner von Scouts der großen Klubs aus Nordamerika beobachtet. Bei wem er auf dem Zettel steht, ist ihm aber nicht bekannt. "Namen brauche ich nicht zu wissen", erzählt Zipser. Kontakte gab es zwischen seinen Agenten, von dem er sich vor kurzem getrennt hat, und den Klubs. Weitere, dann offizielle Gespräche dürfte es im Vorfeld des 25. Juni geben, denn erst mit der Anmeldung zum Draft sind Verhandlungen zwischen Spielern und möglichen neuen Vereinen gestattet.

Archivbild: Paul ZIPSER , MLP Academics Heidelberg vs. Hapoel Tel Aviv.                          AS Sportfotos

"Ich lasse mich überraschen", sagt Zipser, der zuvor mit den Bayern in den deutschen Playoffs die Meisterschaft verteidigen möchte: "Jetzt gilt meine Konzentration dem Klub, denn wir wollen nach einer Saison mit Aufs und Abs unseren Rhythmus für die K.o.-Runde finden." Erst im Anschluss blickt er nach New York, wo der Draft stattfindet, und hofft darauf, dass sich ein Klub die Rechte an ihm sichert. "Wenn es in diesem Jahr nicht klappt, kann ich mich ein Jahr später wieder anmelden, ich habe bei diesem Thema keine Eile", berichtet Zipser.

 

Artikel auch erschienen in unserer PRINT-Ausgabe vom 08.05.

Gelesen 1715 mal Letzte Änderung am Montag, 31 Oktober 2016

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