Mittwoch, 12. Dezember 2018

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Mittelfristig ist die Oberliga das Ziel - Demir Duric hat die U19 des VfR Mannheim übernommen

erstellt am Montag, 03 Juli 2017
Demir Duric hat schnell wieder eine neue Herausforderung gefunden. Demir Duric hat schnell wieder eine neue Herausforderung gefunden. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Eigentlich deutete alles auf eine Pause hin, doch plötzlich ging dann alles ganz schnell:

Demir Duric, der noch bis vor kurzem in der Mannheimer Kreisliga bei Srbija Mannheim erfolgreiche Arbeit geleistet hat, dort aber wegen Differenzen zurücktrat, hat beim VfR Mannheim angeheuert. Und zwar als neuer Trainer der U19, die in der Verbandsliga antritt. Ein Schritt, der im ersten Moment ein wenig überrascht.

Der sport-kurier sprach mit Demir Duric.
 
Hallo Herr Duric, wie kam es denn zu Ihrem Wechsel zum VfR Mannheim?

Im Endeffekt kam er über Hakan Atik, den Trainer ersten Mannschaft zustande. Wir kennen uns schon länger, haben in der Jugend auch schon zusammen gespielt. In den letzten Jahren haben wir uns dann ab und an getroffen und standen in Kontakt. Danach folgten zwei, drei Gespräche mit Serkan Zubari, dem Sportlichen Leiter der U19 und U23 des VfR. Ich habe mir alles angehört und mir dann etwas Bedenkzeit erbeten. Aber sie haben mich überzeugt. Es werden dort neue Strukturen aufgebaut, unter anderem auch mit zwei Kunstrasenplätzen. Zudem soll der Fokus mehr auf die U19 gelegt werden. Mittelfristig will man da voran kommen und auch mal die Oberliga anvisieren. Am letzten Wochenende war quasi mein inoffizieller Einstand. Da haben wir an einem U19-Turnier in Rheinau teilgenommen und es auch gewonnen.
 
Sie freuen sich also auf Ihre neue Aufgabe...

Ja. Seit 2004 habe ich ja immer im Erwachsenenbereich als Trainer gearbeitet. Von der B-Klasse bis zur Landesliga. Und ich muss sagen, dass diese Aufgabe im Jugendbereich einen großen Reiz auf mich ausübt. Es ist vielleicht sogar leichter, an die Spieler heranzukommen, ihnen etwas beizubringen. Sie sind wissbegieriger. Wenn du beispielsweise einem jungen Spieler sagst, er soll diesen Laufweg machen, probiert er das vielleicht vier Mal und hat es verinnerlicht. Für einen älteren Spieler, der schon zwanzig Jahre den gleichen Weg geht, ist die Umstellung oftmals deutlich schwerer.
 
Gibt es denn eine einheitliche Marschroute, sprich soll schon in den Jugendteams ein Spielsystem verinnerlicht werden, dass auch die erste Mannschaft spielt?

Nein, ich denke, das ist unabhängig voneinander. Ich muss ja schauen, was ich für Spieler zur Verfügung habe, nach denen richte ich dann das System aus. An der Kaderzusammenstellung war ich erst in den letzten beiden Wochen beteiligt. Einheitliche Spielsysteme können bei Profivereinen natürlich besser umgesetzt werden. Zum Beispiel in Hoffenheim. Aber langfristig werden wir das vielleicht auch versuchen.
 
Es ist sicher nicht leicht, Top-Talente für einen Wechsel zum VfR zu überzeugen, oder?

Natürlich ist die Konkurrenz mittlerweile groß. Es gibt einige Vereine, die das erschweren. Hoffenheim, Sandhausen und der SV Waldhof sicherlich. Aber wir wollen beim VfR Step by Step etwas aufbauen. Es heißt ja noch heute, dass der VfR ein schlafender Riese sei und mittelfristig soll auch die erste Mannschaft wieder weiter oben spielen.
 
Wie lange läuft Ihr Vertrag denn?

Ich habe für ein Jahr unterschrieben. Für mich ist das ja alles Neuland. Ich muss schauen, wie es läuft. Aber ich bin positiv gestimmt. In der Jugend kann man etwas entwickeln. Da bin ich mir sicher. Mit Deniz Dogan, der von Enosis Mannheim kommt, habe ich auch einen sehr guten Co-Trainer an meiner Seite.

Letzte Änderung am Montag, 03 Juli 2017

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