Montag, 17. Juni 2019

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Die Zeichen stehen auf Abstieg - Der SV 98 Schwetzingen hat nur noch theoretische Chancen auf den Verbandsliga Klassenerhalt

erstellt am Donnerstag, 23 Mai 2019
Trainer Kevin Knödler steht mit seinem SV Schwetzingen bereits mit einem Bein in der Landesliga. Nur ein Sieg über Mutschelbach erhält die Hoffnung. Trainer Kevin Knödler steht mit seinem SV Schwetzingen bereits mit einem Bein in der Landesliga. Nur ein Sieg über Mutschelbach erhält die Hoffnung. Bild: Lothar Fischer

sport-kurier. "Wunder gibt es immer wieder".

Kevin Knödler, der als Trainer beim SV 98 Schwetzingen arbeitet, lächelt als er diesen Satz sagt. Doch es ist ein gequältes Lächeln. Denn die Lage um den Traditionsverein ist ernst, wenn nicht sogar längst aussichtslos.

Zwei Spieltage vor dem Saisonende in der Verbandsliga hat der SVS 4 Punkte Rückstand auf den Relegationsrang, auf dem derzeit der TuS Bilfingen mit 37 Punkten steht. Der Abstieg in die Landesliga Rhein-Neckar ist also ganz nah. Knödler beurteilt die Lage genauso: "Ich denke nicht, dass Bilfingen sich diesen Vorteil noch nehmen lässt. Sie können ja auch Wieblingen noch einholen, das 40 Punkte hat. So dumm werden sie nicht sein, sich da noch abfangen zu lassen."

Außerdem müsste Schwetzingen auch selbst erstmal seine Spiel gewinnen. Und die restlichen Aufgaben haben es in sich. Am Sonntag kommt Mutschelbach, das noch gute Chancen auf den zweiten Platz hat, und am letzten Spieltag geht es nach Wieblingen, das eben selbst momentan noch nicht ganz gerettet ist. "Wir selbst werden alles geben, um diese beiden Spiele zu gewinnen", verspricht Knödler. "Mit Mutschelbach haben wir ja ohnehin noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel ging mit 0:8 verloren."

Spielszene SV Schwetzingen - 1. FC Bruchsal / Hinrunde 2018/2019 Verbandsliga Baden. Bild: lofi

Doch warum lief es überhaupt so schlecht in dieser Saison für Schwetzingen. Schließlich ist man in der Verbandsliga eine Institution. Der letzte Absieg in die Landesliga datiert aus dem Jahr 2003. Damals dauerte es dann 3 Jahre bis man wieder in der Verbandsliga ankam.

"Es soll jetzt keine Ausrede sein, aber wir hatten in der Rückrunde mit Verletzungspech und gesperrten Spielern zu kämpfen", betont Knödler, "unser Ziel war in der Winterpause, dass wir in dieser brutal schweren Liga den Relegationsplatz erreichen. Aber wir hatten teilweise nicht das nötige Glück und sind irgendwo auch selbst Schuld, denn es hätte letztlich sogar zum ersten Nichtabstiegsplatz reichen können. Aber dafür hat auch ein Stück weit die nötige Mentalität gefehlt. So war die Trainingsbeteiligung leider auch nicht immer die beste."

Klar ist jedenfalls bereits jetzt, dass es mit Kevin Knödler als Trainer weitergeht. Er kam bekanntlich erst in einer Phase, als man bereits auf einem Abstiegsplatz stand.

"In vielen Vereinen muss der Trainer nach der Saison dann gehen. Ich bin dankbar, dass man mir hier weiter das Vertrauen schenkt, dass ich in der neuen Saison meine eigenen Ideen und Spieler einsetzen kann, um den Neuaufbau einzuleiten. Unabhängig von der Liga werden wir wieder angreifen."

 

 

 

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