Dienstag, 16. Juli 2019

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"Da ist im Aufstiegskampf noch alles offen." Heddesheim-Coach René Gölz im Gespräch mit dem sport-kurier

erstellt am Mittwoch, 20 März 2019
Heddesheim-Chefcoach René Gölz bleibt gelassen. Für seine Mannschaft ist nach wie vor alles drin. (Links im Bild Co-Trainer Melvin Faust).  Heddesheim-Chefcoach René Gölz bleibt gelassen. Für seine Mannschaft ist nach wie vor alles drin. (Links im Bild Co-Trainer Melvin Faust). Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. In der Verbandsliga Baden gibt es im Kampf um die begehrten Plätze ein "Hauen und Stechen".

Neben Tabellenführer VfB Gartenstadt, der die Liga derzeit mit 3 Punkten Vorsprung vor der U 23 des SV Sandhausens anführt, sind es fünf weitere Teams, die um den Aufstieg bzw. den Relegationsplatz kämpfen.

Darunter ist auch der Badische Vizemeister der letzten beiden Jahre, der FV Fortuna 1911 Heddesheim. Nach 22 Spieltagen stehen die Fortunen auf dem 4. Platz. Zum Tabellenführer VfB Gartenstadt beträgt der Rückstand 7 Punkte, zum Ligazweiten Sandhausen 4 Punkte.

Am vergangenen Sonntag setzte es für die Heddesheimer gegen Astoria Walldorf II eine schmerzhafte 2:4 (2:2) Niederlage. Jetzt warten die Schwergewichte ATSV Mutschelbach und VfR Mannheim auf die Gölz-Elf. Beide richtungsweisende Partien müssen auswärts gespielt werden. Wohin geht der Weg für die Heddesheimer in dieser Spielzeit?

Wir haben uns mit Heddesheims Coach unterhalten.

 

Hallo Herr Gölz. Nach 7 Spielen ohne Niederlage, riss die Serie am Sonntag gegen Walldorf. Woran lag es?

Gölz: Es lag an vermeidbaren individuellen Fehlern, die zu den Gegentoren geführt haben. In einem sehr guten Verbandsligaspiel hat am Ende die Mannschaft gewonnen, die ihre Chancen besser genutzt hat. Wir hatten sehr gute Phasen in diesem Spiel, insbesondere als wir nach der Pause beim Stande von 2:2 klar spielbestimmend waren und den Führungstreffer mehrfach auf dem Fuß/Kopf hatten. Geht eine dieser zwei, drei guten Chancen rein, läuft das Spiel anders. Deshalb mache ich der Mannschaft keinen Vorwurf.

 

Durch die Niederlage ist der Rückstand auf Platz 1 zum VfB Gartenstadt angewachsen. Wie schätzen Sie die aktuelle Tabellensituation ein?

Gölz: Wir haben mit das schwerste Restrückrunden-Auftaktprogramm. Jetzt heißt es, nicht zu viel Boden zur absoluten Spitze zu verlieren. Es spielen aber noch alle Spitzenteams gegeneinander und nehmen sich wechselseitig die Punkte ab. Deshalb wird im Kampf um Platz 2 eine Entscheidung erst am Ende der Saison fallen, da bin ich sicher. Der VfB Gartenstadt hat dann die aktuell besten Chancen auf den Aufstieg, wenn er am Samstag die U23 der Sandhäuser schlagen kann. Aber auch die Gartenstädter müssen noch gegen alle Spitzenmannschaften ran.

 

Wie sieht die personelle Situation dieser Tage aus?

Gölz: Nicht gut, das muss man so sagen. Mit Eduard Hartmann und Simon Tüting hat es gleich zwei Leistungsträger erwischt, die aufgrund ihrer erlittenen Knieverletzungen diese Saison leider nicht mehr spielen können. Salih Özdemir musste wegen seiner Ellenbogenverletzung aus dem Spiel gegen Weinheim (Nov.18) jetzt doch unter das Messer, wird noch mindestens bis Ende April fehlen. Yannick Wöppel wird nach seiner Leisten-OP im Januar diese Saison ebenfalls nicht mehr zum Einsatz kommen. In der Summe ist der Ausfall dieser sehr guten Spieler natürlich ein großer Nachteil für uns.

 

Ihre Mannschaft erzielt sehr viele Tore (51), hat aber auch für ein Spitzenteam viele Gegentreffer kassiert (33).

Gölz: Wir spielen immer nach vorne und auf Sieg. So eine offensive Ausrichtung bringt auch Risiken mit sich. Da beginnt das Verteidigen auch schon vorne und im Mittelfeld, zudem benötigst du eine eingespielte und stabile Defensive. Aber diese Saison war es doch so, dass uns reihenweise die Defensivspieler verletzungsbedingt wegbrachen. Ob Mühlbauer, Hartmann, Höhn, Heinrich, Wöppel oder so wie jetzt Tüting. Da mussten wir immer wieder in anderer Zusammensetzung spielen, das war und ist insofern nachteilig, dass da immer wieder mal die Abstimmung fehlte. Aber wir versuchen weiterhin die individuellen Fehler abzustellen, denn der Gegner bestraft das diese Saison gegen uns gnadenlos.

 

Jetzt geht es am Sonntag gegen den ATSV Mutschelbach. Der Aufsteiger spielt oben mit, überrascht?

Gölz. Nein, auf keinen Fall überrascht. Das ist kein üblicher Aufsteiger, die haben sehr viel Qualität in ihren Reihen. Der Verein scheint seriös, gut und zielorientiert geführt. Mutschelbach wird mittelfristig, wenn nicht sogar kurzfristig in der Oberliga spielen, das zeigen Tendenzen so ein wenig auf. In den direkten Duellen haben wir immer gewonnen (3-0-0/7:2), darunter war auch das Aufstiegsspiel in Oberhausen, als wir vor 1.000 Zuschauern 2:1 gewannen und in die Verbandsliga aufstiegen. Wir würden gerne diese positive Serie gegen den ATSV fortführen. Es wird aber ein ganz schweres Spiel am Sonntag. Wir wollen alles abrufen, was im Tank ist und dort gewinnen.

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 20 März 2019

Verbandsliga Nordbaden