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"Man kann alles schaffen, wenn man an sich glaubt" - Der SV Schwetzingen hat neues Selbstvertrauen getankt

erstellt am Mittwoch, 09 Januar 2019
Spielszene vom Sparkassen Cup - Partie um Platz 3 zwischen dem SV 98 Schwetzingen und dem VfR Mannheim. Spielszene vom Sparkassen Cup - Partie um Platz 3 zwischen dem SV 98 Schwetzingen und dem VfR Mannheim. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Dem Hallen-Fußball stehen viele Trainer skeptisch gegenüber.

Mit dem Kick zwischen den Banden wird immer wieder ein erhöhtes Verletzungsrisiko in Verbindung gebracht. Wirklich bewiesen ist das nicht. Fakt ist jedoch etwas anderes: Die Halle kann eine willkommene Abwechslung sein, die Truppe neu zusammen schweißen und einen hohen Spaßfaktor freisetzen. Und wenn man dann auch noch erfolgreich ist, kann in der Halle auch neues Selbstvertrauen getankt werden.

Genau das hat nun auch der SV 98 Schwetzingen erlebt. Als Verbandsliga Kellerkind nahm die Mannschaft von Trainer Kevin Knödler am stark besetzten Sparkassen Cup in der Ketscher Neurotthalle teil. Und auf dem Kunstrasen verkaufte man sich teuer. Letztlich sicherte sich Schwetzingen durch einen 4:3 Erfolg über den VfR Mannheim den 3. Platz. "Da hat man gesehen, dass wir ein paar ganz feine Fußballer in unseren Reihen haben", freute sich Knödler über den Abstecher in die Halle.

Zuletzt gelang dem SVS ein Punkterfolg gegen einen der Größeren in der Liga. Gegen den SV Sandhausen U23 trennte sich die Knödler-Elf mit 1:1 Toren. Bild: lofi

Selbst der Turnierausrichter und Topfavorit SV Sandhausen wurde im Viertelfinale eliminiert. Die "98er" siegten im Viertelfinale mit 8:7 nach n.E. gegen den Zweitligisten. "Die Jungs waren schon vor dem Spiel richtig heiß. Sie wollten sich auch mal gegen so einen Gegner beweisen und als sie es dann tatsächlich geschafft hatten, war das einmal mehr ein Beispiel dafür, dass man alles schaffen kann, wenn man an sich glaubt."

Diesen Schwung und den Glauben will man nun natürlich mit in die Restrückrunde im Feld nehmen. Da kommt nämlich einiges auf die Schwetzinger zu. Als Tabellen-15. steht man mit 17 Punkten auf einem Abstiegsplatz. "Der Abstand nach oben ist schon etwas größer", erklärt Knödler, "das Gute ist jedoch, dass wir es nach wie vor alles selbst in der Hand haben. Es sind noch 45 Punkte zu holen und ich bin zuversichtlich, dass wir noch die nötigen Punkte zum Klassenerhalt holen werden."

Ein Selbstläufer wird es aber auf keinen Fall. Knödler, der selbst auf eine ruhmreiche Karriere als Torwart zurückblickt, weiß das nur zu gut: "Wenn du es schaffen willst, musst du zwischendurch eben auch mal einen Großen schlagen, andernfalls kannst du den Rückstand nur schwer aufholen."

Ab dem 23. Januar wird wieder gemeinsam an der Mission Klassenerhalt gebastelt. Momentan halten sich die Spieler mit individuellen Plänen, die Knödler erstellt hat, fit. Verbesserungspotential sieht er in allen Mannschaftsteilen. Vor allem aber auch in der Abwehr, denn 46 Gegentore in 19 Partien sind schon ein Wort.

Zudem gilt es ein paar neue Spieler zu integrieren. Yunus Kavac (Türkspor Mannheim), Florian Djahini (VfR Mannheim), Fabian Wild (TSV Wieblingen) und Can Filyos (Fortuna Heddesheim) haben in Schwetzingen unterschrieben. Demgegenüber stehen allerdings auch einige Abgänge: Nelson Nsowah (Fortuna Heddesheim), Christopher Jüllich (SG Unter Absteinach), Maurice Krämer, Tyrese Dia (beide FT Kirchheim) und Jonathan Babari (VfR Mannheim).

Möglicherweise wird noch ein Neuzugang hinzukommen: "Wir suchen noch einen Allrounder für die Defensive, der primär rechts spielen soll. Mit einem Spieler waren wir uns eigentlich schon so gut wie einig, aber er hat aus persönlichen Gründen dann doch abgesagt. Sollten wir keinen mehr finden, lösen wir es intern", betont Knödler (Foto oben).

Testspiele wurden bislang 4 vereinbart. Getestet wird gegen den VfB Leimen, Ziegelhausen, Ketsch und den FC Speyer.

 

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 09 Januar 2019

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