Mittwoch, 12. Dezember 2018

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Kurzanalyse Teams Verbandsliga Baden 2018/2019

erstellt am Dienstag, 04 Dezember 2018
Gartenstadts Valon Muja (gelb) gegen Heddesheims John Duarte Malanga. Szene aus dem Spiel VfB - HED 0:0. Gartenstadts Valon Muja (gelb) gegen Heddesheims John Duarte Malanga. Szene aus dem Spiel VfB - HED 0:0. Bild: Alfio Marino - MA.Photography.

Platz 1 bis 18

sport-kurier. In der Verbandsliga Baden wurden bereits zwei Spiele der Rückrunde 2018/2019 gespielt. Somit gehen in der 18er-Liga alle Mannschaften mit 19 gespielten Paarungen in die bis zum 2.3.2019 andauernde Winterpause.

Die Ligaspitze ist extrem dicht beieinander. So hat der Tabellenführer SV Sandhausen U23 nur 4 Punkte Vorsprung auf den Tabellenfünften Fortuna Heddesheim und dieser nur 4 Punkte Vorsprung auf den Ligaachten TSG 62/09 Weinheim. Somit ist im Kampf um den Direktaufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg und den Relegationsplatz (2.) auch im neuen Jahr noch alles offen.

Es wird 4 Direktabsteiger geben, der Fünftletzte geht in die Relegationsspiele. So gut wie abgestiegen ist die SG Heidelberg-Kirchheim (0 Punkte), der FV 1913 Lauda, FC 07 Heidelsheim, SV 98 Schwetzingen, TSV Wieblingen stehen zur Winterpause auf Abstiegsplätzen.

SV Sandhausen U 23 (1. Platz / 39 Punkte / 48:16 Tore)
Der Oberligaabsteiger zählte zu Beginn der Saison zu den absoluten Topfavoriten. Das Team von Trainer Kristjan Glibo wurde während der Hinrunde etliche Mal mit Akteuren aus dem Zweitligateam versorgt. Mit der ohnehin guten Qualität im Kader hat dies die Hardtwälder weiter verstärkt. Auswärts sammelten die Sandhäuser die meisten Punkte (23), auf eigenem Platz unterlag man hingegen schon drei Mal. Zuletzt schwächelten die Sandhäuser. In den letzten 6 Spielen wurden nur zwei siegreich gestaltet (2-1-3). Bester Torschütze ist Jan Dahlke (11 Tore).

 

VfB Gartenstadt (2. Platz / 39 Punkte / 40:13 Tore)
Der VfB hatte sich zur neuen Saison mit namhaften Akteuren verstärkt, so dass das Team von Trainer Dirk Jörns schon zu den Aufstiegsaspiranten gezählt werden durfte. Die ersten 7 Spiele (7-0-0) rauschten die "gelben Bären" durch die Liga. In der Folge hatten auch die letzten Verbandsligateams die neue Macht der Verbandsliga Baden erkannt. Aus den letzten 12 Spielen holte der VfB nur noch vier Siege (4-6-2), so dass der einst komfortable Punktevorsprung schmilzte. Auswärts, als auch auf heimischem Boden stellen die Gartenstädter die zweitstärkste Mannschaft der Liga. Kein Team kassierte weniger Gegentreffer (13). Patrick Fetzer ist mit 11 Treffern bester Torschütze.

 

VfR Mannheim (3. Platz / 37 Punkte / 38:20 Tore)
Die Mannheimer haben trotz 6 Saisonniederlagen (12-1-6) nur zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Da ist auch für die ambitionierten Rasenspieler in Punkto Aufstieg noch alles drin. Trainer Serkan Secerli verfügt über einen breiten Kader und jeder Menge Offensivkräfte, die jedoch nicht alle wunschgemäß zündeten. So ist Bartosz Franke mit 8 Treffern bester Torschütze der Mannheimer. Auf eigenem Platz war man lange Zeit eine Macht (6-1-0), bevor man zwei seiner letzten drei Heimspiele verlor. Da war also wie bei den anderen Spitzenteams der Liga, etwas mehr drin.

Torjubel beim VfR Mannheim. Bartosz Franke hat gegen Olympia Kirrlach getroffen. Bild: VfR

FC Astoria Walldorf II (4. Platz / 36 Punkte / 49:24 Tore)
Trainer Andreas Kocher hat zwar ein junges Team, aber allesamt gut ausgebildete Fußballer. Hinzu kommt Kapitän Nico Hillenbrand, der auf viel Regionalligaerfahrung blicken kann. Mit den Offensivkräften Andrè Becker und Harun Solak stehen zwei weitere, ehemalige Regionalligaspieler im Kader. Die spielten lange Zeit verletzungsbedingt nicht, so dass die Walldorfer mit ihnen in der Restrückrunde zu den heißen Aufstiegsanwärtern zählen dürften. In die Saison waren die Astorstädter mäßig (0-2-2) gestartet, legten aber danach mächtig zu (9-1-3). Minos Gouras ist mit 11 Treffern bester Torschütze.

 

FV Fortuna Heddesheim (5. Platz / 35 Punkte / 48:28 Tore)
Kleiner Kader, viel Verletzungspech, zu viele Gegentreffer (28) und eine gewisse Auswärtsschwäche (2-4-3) haben beim zweifachen Badischen Vizemeister den Sprung nach ganz oben verhindert. Mit 48 Treffern stellen die Heddesheimer jedoch eine sehr starke Offensivabteilung und auf eigenem Platz ist die Fortuna eine Bank (8-1-1/38:14 Tore), stellt die beste Heimmannschaft der Liga. In der Rückrunde dürfte es personell besser aussehen, da will man ganz vorne angreifen. Mit Torjäger Berkan Demiröz wurde bereits ein verheißungsvoller Transfer für die Rückserie getätigt. Die meisten Tore erzielte Cihad Ilhan (15 Treffer).

 

SpVgg. Durlach-Aue (6. Platz / 33 Punkte / 36:33 Tore)
Die Durlacher gehören zu den Überraschungen in der Liga. Trainer Patric Gondorf schafft es immer wieder eine schlagkräftige Mannschaft auf das Feld zu schicken. Insbesondere in Durlach hängen die Trauben für die Gegner hoch (6-2-2). Zwischen dem 4. und 8. Spieltag holten die Auemer 5 Siege in Serie, davon profitierte die SpVgg. noch bis zum letzten Spiel vor der Winterpause. Bester Torschütze ist Jonas Daum (9 Tore).

 

ATSV Mutschelbach (7. Platz / 32 Punkte / 49:22 Tore)
Der Aufsteiger hatte anfänglich so seine Probleme. Nach 11 Spieltagen stand das nominell stark zusammengestellte Team nur auf Platz 11 der Tabelle (3-4-4). Nach einer Siegesserie (6-1-0) ging es in der Tabelle stetig nach oben. Ausgebremst wurde die Mannschaft von Trainer Dietmar Blicker im letzten Spiel gegen den VfB Eppingen (0:2). Prunkstück im Team ist die Offensivabteilung (49 Tore). Tobias Stoll hat dabei die meisten Saisontreffer erzielt (15).

Spielszene TSG 62/09 Weinheim - SG Heidelberg-Kirchheim - Saison 2018/2019. Bild: AS Sportfotos

TSG 62/09 Weinheim (8. Platz / 31 Punkte / 27:31 Tore)
Der Oberligaabsteiger liegt tabellarisch im Soll. Mindestens diese Platzierung wurde auch von den Kennern der Szene erwartet, auch wenn die hiesige Tagespresse immer von Überraschung schreibt. Das Team von Trainer Christian Schmitt ist gespickt mit talentierten Spielern, bei denen im Juniorenbereich etliche höherklassig spielten und letztes Jahr viel Erfahrung in der OLBW sammeln durften. Im Verlauf der Saison haben sich die Bergsträßer als Favoritenkiller einen Namen gemacht. Gartenstadt, VfR, Walldorf II, Durlach-Aue und Bruchsal - alle wurden bezwungen. Bester Torschütze ist Aiman Kurt (8 Treffer).

 

1. FC Bruchsal (9. Platz / 28 Punkte / 40:26 Tore)
Der 1. FC Bruchsal wollte um den Aufstieg spielen. Als es nicht ganz so wunschgemäß lief, kam es scheinbar zu atmosphärischen Störungen zwischen Clubführung und Trainer Hicham Ouaki. Von ihm hat man sich mittlerweile getrennt und es geht hinter den Kulissen heiß her. Neuer Coach ist Mirko Schneider, mit dem es seit seinem Amtsantritt noch keinen Sieg zu bejubeln gab (0-3-1). Der Rückstand auf die Ligaspitze ist schon groß (11 Punkte) - und nur mit einer grandiosen Rückserie könnten die Barockstädter nochmal vorne mitmischen. Fabian Geckle hat mit 9 Toren am häufigsten getroffen.

 

FC Zuzenhausen (10. Platz / 28 Punkte / 36:29 Tore)
Vor den Kraichgauern muss man den Hut ziehen. Mit relativ niedrigen Spielbetriebskosten leistet das Team von Trainer Dietmar Zuleger oft großartiges. Ob Siege über Sandhausen und Weinheim oder Remis gegen Gartenstadt und VfR. Der FC überrascht immer wieder. Auf eigenem Platz gehört man zu den stärkeren Teams der Liga (6-2-2). Trainersohn Dominik Zuleger zeigte sich bislang am treffsichersten (10 Tore).

 

TuS Bilfingen (11. Platz / 26 Punkte / 28:23 Tore)
Die Bilfinger hatten einen Umbruch im Team. Der verlief jedoch positiv, denn die Kämpfelbacher treten stärker auf, als in den beiden Vorjahren. Bestes Beispiel sind die Siege über Heddesheim, Bruchsal und den VfR. Wäre etwas mehr Konstanz in den Leistungen der Svjetlanovic-Elf, dann könnte man durchaus drei, vier Plätze besser platziert sein. Mit nur 23 Gegentreffern hat man die fünftbeste Defensive der Liga. Die meisten Tore erzielte Oguzhan Celebi (7).

 

FC Olympia Kirrlach (12. Platz / 25 Punkte / 32:29 Tore)
So einen Tick hinter den Erwartungen, da bewegen sich die Kirrlacher schon. Der Kader bekam zur neuen Saison richtig Auffrischung, u.a. wurde der ehemalige Spielberger Torjäger Alexander Zimmermann und die Bruchsaler Kevin Esswein und Miguel Saez Mota verpflichtet. Auf eigenem Platz gab die Elf von Andreas Backmann nur ein Spiel ab (4-4-1), aber die insgesamt 7 Unentschieden verhinderten einen Sprung ins vordere Tabellenmittelfeld. Andrè Redekop und Alexander Zimmermann trafen jeweils mit 6 Treffern.

 

VfB Eppingen (13. Platz / 23 Punkte / 30:29 Tore)
Die Eppinger gehören so etwas zu den Enttäuschungen der Hinrunde. Letzte Saison spielten die Kraichgauer lange Zeit oben mit, brachen in der Rückserie ein. In dieser Spielzeit sollte alles besser werden, aber weit gefehlt. Im eigenen Stadion schiebt man eine Negativstatistik (2-4-4) vor sich her. Auswärts (3-4-2) sieht das vor allem nach dem Sieg beim ATSV Mutschelbach besser aus. Der Kader von Trainer David Pfeiffer hat auf jeden die Qualität für höhere Ziele, als um den Klassenerhalt zu spielen. Ein richtiger Knipser fehlt dem VfB. Die meisten Tore erzielten Johannes Ebner, Alexander Rudenko und Tobias Zakel (alle 4 Tore).


TSV Wieblingen (14. Platz / 20 Punkte / 22:37 Tore)
Der letztjährige Landesligameister steht auf dem Abstiegsrelegationsplatz. Die Saison brachte Licht und Schatten mit sich. Die ersten 5 Ligaspiele gingen allesamt verloren, danach sah die Statistik sehr ordentlich aus (6-2-6). Am letzten Wochenende errang die Mannschaft von Trainer Norbert Muris einen Überraschungssieg beim Tabellenführer SV Sandhausen U23 (0:1). Für die Heidelberger Vorstädter wird es in dieser starken Liga auch in der Restrückrunde um den Erhalt der Spielklasse gehen. Bester Schütze ist Enis Ulusoy mit 7 Treffern.

Spielszene SV 98 Schwetzingen - SV Sandhausen U23 - 1:1. Bild: Lothar Fischer

 

SV 98 Schwetzingen (15. Platz / 17 Punkte / 28:46)
Neu-Coach Gernot Jüllich blies Attacke, wollte sein Team in der Tabelle weit vorne sehen. Die Realität sah anders aus. Zwar spielte der SV 98 oft gefällig, aber der Punkteertrag stand in keinem Verhältnis. Nach der 8:0 Pleite in Mutschelbach trennten sich Clubführung und Trainer Jüllich. Nachfolger wurde Torwarttrainer Kevin Knödler. Ihm blieb in drei Spielen (0-2-1) ein dreifacher Punktgewinn verwehrt, aber immerhin knöpfte man Spitzenreiter Sandhausen einen Zähler ab. Personell wird man nachlegen müssen, ansonsten könnte es diese Saison vorerst die letzte in der Verbandsliga Baden sein. Bester Schütze ist Thomas Can mit 6 Treffern.

 

FC Heidelsheim (16. Platz / 14 Punkte / 16:57 Tore)
Nur Heidelberg-Kirchheim (91) bekam mehr Gegentreffer verpasst, als der Aufsteiger aus Heidelsheim (57). Gerade auswärts waren die Mittelbadener Schießbude der Liga (5:41 Tore). Auf eigenem Platz lief es da wesentlich besser (3-3-3), u.a. gewann der FC gegen den VfR und Walldorf, spielte zuletzt 1:1 gegen Heddesheim. Trainer Hrvoje-Georg Erceg und der Club trennten sich nach dem letzten Spiel. Mit einem neuen Coach will man in der Rückrunde den Abstieg verhindern. Die meisten Tore erzielte Enes Karamanli (3).

 

FV 1913 Lauda (17. Platz / 12 Punkte / 19:51 Tore)
Das wird sehr eng für den letztjährigen Landesliga-Odenwaldmeister. 11 Punkte Rückstand sind es auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Im eigenen Stadion lief es nicht rund für die Odenwälder (1-2-6) und gegen die mittelbare Konkurrenz gab man einfach zu viele Punkte ab. Achtungserfolge gab es auch, wie z.b. das Remis gegen Gartenstadt und Heddesheim, als man 90 Minuten Beton anrührte und keinen Treffer zuließ. Auch in Weinheim überraschte das Team von Marcel Baumann, gewann 1:2. Da muss schon eine außergewöhnliche Serie her, wenn der FV dem Abstieg eine Absage erteilen will. Goran Jurjevic ist mit 6 Treffern zielsicherster Schütze.

 

SG Heidelberg-Kirchheim (18. Platz / 0 Punkte / 19:91 Tore)
Der Mannschaft kann man für diese Pleiten-Pech- und Pannenhinrunde keinen Vorwurf machen, nur der Vereinsführung, die eine Mannschaft chancenlos ins Rennen schickte. Der Sparzwang hat dazu geführt, dass dieses Team nicht konkurrenzfähig für diese Liga ist. In allen Bereichen und Statistiken liegen die Heidelberger auf dem letzten Platz. Nur bei der Anzahl der erzielten Treffer (19) liegt man vor dem FC Heidelsheim (16). Es wird am Ende der Saison auf jeden Fall in die Landesliga Rhein-Neckar gehen. Nur dort kann ein Neuaufbau gelingen. Die letzten beiden Spiele betreute ehemalige Kirchheimer Trainer Manuel Wengert das Team, ob er auch in der Rückrunde an der Seitenlinie stehen wird, das ist noch nicht bestätigt.

 

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 04 Dezember 2018

Verbandsliga Nordbaden