Dienstag, 16. Juli 2019

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Die 3. Liga kann kommen ++ SV Waldhof demontiert Offenbacher Kickers

erstellt am Sonntag, 14 April 2019
Waldhöfer Torjubel beim 0:4 - dahinter die Blauschwarze Fanwand des SVW. Waldhöfer Torjubel beim 0:4 - dahinter die Blauschwarze Fanwand des SVW. Bild: Alfio Marino - MA.Photography.

sport-kurier. Die 3.Liga kann kommen, denn der SV Waldhof hat es tatsächlich geschafft.

Mit einem 4:0 (3:0)-Sieg auf dem Bieberer Berg in Offenbach machten die Blauschwarzen dank der Schützenhilfe aus Elversberg (4:3 gegen Saarbrücken) ihr Meisterstück und sind Aufsteiger in die 3.Liga.

15 Punkte Vorsprung sind es schon jetzt vor den letzten fünf Spielen, die drei Punkte aus dem DFB-Urteil sind aber noch nicht eingerechnet. Trainer Bernhard Trares nahm die Glückwünsche zum Aufstieg bereits an und will nun in den nächsten Tagen seinen Vertrag verlängern. Auch dies eine gute Nachricht für alle Anhänger. Und auch die Spieler bekamen die Erlaubnis zur Feier des Triumphes.

Rund 4.000 Waldhoffans nahmen die Reise nach Offenbach auf sich. Sie sollten das nicht bereut haben. Bild: Alfio Marino-MA.Photography.

"Ich feiere jetzt erst einmal mit einem oder zwei Bier", deutete Marcel Seegert das bevorstehende Abendprogramm vorsichtig an. Die große Party steigt am Ostersamstag gegen Wormatia Worms.

Rund 4000 Fans, die direkt im Stadion dabei sein wollten, sowie rekordverdächtige 7500 Zuschauer im Waldhof-livestream verfolgten den eindrucksvollen Auftritt des SVW. Für die Kickers, die das Hinspiel noch mit 3:1 gewinnen konnten, wurde dieser Samstagnachmittag zu einem Debakel, nein, es war sogar eine Demütigung.

Nachdem die erste kleine Angriffswelle des OFC wirkungslos blieb, ein Schuss von Serkan Firat ging am Tor vorbei (6.), saß gleich die erste Chance der Gäste. Gianluca Korte versenkte den Ball an der Strafraumgrenze unhaltbar unter die Latte zum 0:1 (15.). Davon musste sich die Hessen erst einmal erholen, aber dies taten sie nicht. Stattdessen klingelte es erneut im eigenen Kasten. Waldhof erhöhte nach weniger als einer halben Stunde durch den am Elfmeterpunkt stehenden Marco Meyerhöfer auf 2:0.

Meyerhöfer schiebt das Leder zur 2:0 Führung über die Ziellinie. Bild: Alfio Marino. MA. Photography.

Maurice Deville hatte die Flanke punktgenau serviert (29.), nachdem er in einer ähnlichen Situation zu Spielbeginn noch keinen Abnehmer gefunden hatte (2.). Verletzungsbedingt musste kurz darauf Kevin Conrad das Feld verlassen, Michael Schultz ersetzte ihn problemlos (35.). Denn die Musik spielte weiter im gegnerischen Feld und Waldhof setzte noch einen drauf, bevor es in die Kabinen ging.

Nach dem Angriff über die linke Seite kam Marco Schuster in Schussposition. Ob es eine Vorlage oder ein direkter Abschluss werden sollte, weiß nur er selbst. Der Schuss wäre sicher am Tor vorbei gegangen, doch Lucas Albrecht gab dem Spielgerät eine andere Laufrichtung und so schlug es zum dritten mal im OFC-Gehäuse ein (44.).

Der Baumeister des Erfolges - Cheftrainer Bernhard Trares. Bild: Alfio Marino. MA. Photography.

Mit dem Wiederanpfiff folgte ein schön vorgetragener Angriff der Kickers, doch der famos reagierende Markus Scholz klärte gegen Mike Vetter (55.). Dass OFC-Coach Daniel Streuernagel nach dem Spiel von einer verpassten Chance auf die Wende im Spiel sprach, passte dann jedoch eher in die Kategorie "Spruch des Tages".

Valmir Sulejmani verpasste auf der Gegenseite zweimal die Möglichkeit zum 4:0 (61., 62.), diesen Treffer besorgten die Hessen dann selbst. Timo Kern nahm im Strafraum den Kampf "Allein gegen Alle" an und seine Rückgabe von der Torauslinie "verwertete" Albrecht per Eigentor (63.) zum 0:4.

"Zum Glück haben die Waldhöfer dann den Fuß vom Gas genommen, sonst wäre es eine noch größere Packung geworden", meinten frustrierte Offenbacher Fans nach dem Abpfiff, denn Waldhof ließ es danach ausklingen und gestattete dem eingewechselten Jake Hirst noch zwei Gelegenheiten zur Resultatsverbesserung (70., 77.). "Es war ein unglaublicher Sieg. Die Mannschaft hat den Plan perfekt umgesetzt und eine hervorragende Leistung gezeigt. Ich bin stolz auf jeden einzelnen Spieler. Das Ergebnis zeigt die Arbeit von uns allen", strahlte Trares.

Das als Hochrisikospiel eingestufte Derby blieb nicht nur auf dem Rasen sondern auch außerhalb davon friedlich. Ein hohes Polizeiaufgebot sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Jetzt haben die Sicherheitsbehörden eine längere Verschnaufpause, denn im kommenden Jahr gibt es diese Paarung nicht.

Kickers Offenbach: Endres - Lovric, Albrecht, Kirchhoff, Scheffler (46.Ferukoski) - Marx, Sawada, Garic, Firat - Vetter (65.Hirst), Reinhard

SV Waldhof: Scholz - Meyerhöfer, Conrad (35.Schultz), Seegert, Celik - Ma.Schuster, Kern - Deville, G.Korte (85.Hirsch), Diring (77.R.Korte) - Sulejmani

Tore: 0:1 G.Korte (15.), 0:2 Meyerhöfer (29.), 0:3 Ma.Schuster (44.), 0:4 (ET./Albrecht/63.)
Zuschauer: 10701
Schiedsrichter: Osmanagic (Stutgart)
gelbe Karte: Vetter, Firat, Kirchhoff, Lovric / Kern, Seegert

 

 

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