Dienstag, 16. Juli 2019

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"Wir gehen von einem ganz schweren Jahr aus" - Ketschs Trainer Frank Eissler im Interview

erstellt am Donnerstag, 11 Juli 2019
Frank Eissler hält in seinen Aussagen den Ball ziemlich flach. Die Ketscher gehen von einer sehr schweren Spielzeit aus. Frank Eissler hält in seinen Aussagen den Ball ziemlich flach. Die Ketscher gehen von einer sehr schweren Spielzeit aus. Bild: Lothar Fischer

Bei der SpVgg Ketsch Ketsch fiebert man der neuen Saison in der Landsliga Rhein-Neckar mit gemischten Gefühlen entgegen.

Warum, erklärt Frank Eissler, der Trainer der Ketscher, im Interview mit dem sport-kurier.

Hallo Herr Eissler, wann starten Sie denn mit Ihrer Mannschaft in die Vorbereitung auf die neue Runde?

Wir sind schon vor über einer Woche gestartet. Und zwar am 2. Juli. Das hängt damit zusammen, dass dieses mal 17 Mannschaften dabei sind und die Saison früher beginnt. Unsere Vorbereitung teilt sich in verschiedene Stufen. Zunächst geht es um die Grundlagenausdauer, gefolgt von der Kraftausdauer und der Schnellkraft. Aber auch im taktischen Bereich werden wir selbstverständlich viel arbeiten.

Wie sehen denn die Ziele in der neuen Saison aus?

Das ist dieses Mal schwer zu sagen. Wir müssen ein paar Abgänge verkraften, die Löcher reißen, und ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, ob wir die auch tatsächlich wieder schließen können. Wenn man dann gleichzeitig bei Gesprächen mit potenziellen Neuzugänge hört, was sie von anderen Vereinen geboten bekommen, ist es erschreckend. Da können wir nicht mitbieten. Dementsprechend gehen wir von einem ganz schweren Jahr für uns aus.

Das hört sich so an, als ob es zunächst einmal darum gehen wird, sich schnellstmöglich von unten abzusetzen ...

Ja, genau so kann man es sagen. Das hat jetzt erst einmal oberste Priorität. Denn neben den Absteigern kommen auch sehr gute Aufsteiger hinzu. Nicht optimal ist zudem, dass die Saison schon am 11. August wieder beginnt. Da werden uns, aber anderen Vereinen sicher auch, noch ein paar Spieler fehlen. Und in dieser Phase setzt der Verband dann gleich noch einen Doppelspieltag an. Verstehen kann ich das nicht. Das ist schon sehr ärgerlich. Vor allem auch, weil am 1. Dezember dann der letzte Spieltag in diesem Jahr ist. Da hätte ich lieber noch eine Woche länger gespielt.

Mit welcher Spielphilosophie möchten sie sich denn präsentieren?

Wir wollen vor allem variabel auftreten. Und da wir in der Innenverteidigung nicht die allergrößte Auswahl haben, kann es sein, dass wir es auch mal mit einer Dreierkette probieren werden. Das hängt allerdings auch immer etwas mit dem jeweiligen Gegner zusammen. Ich will mir da nicht zu sehr in die Karten schauen lassen. Schwer zu sagen. Es gibt da einige Teams, die man auf der Rechnung haben muss. Die beiden Absteiger Kirchheim und Schwetzingen, aber auch die üblichen Verdächtigen Mühlhausen, Bammental, und auch beim VfL Neckarau muss man mal schauen, ob sie die starke Saison wiederholen können.

Sind die personellen Planungen in Ketsch bereits komplett abgeschlossen?

Unser Kader besteht derzeit aus 24 Mann. Dazu zählen aber auch 3 Torhüter und 2 Spieler, die aufgrund von Verletzungen wohl frühestens in der Rückrunde wieder eingreifen können. Demnach sind wir recht dünn besetzt. Natürlich schauen wir noch nach Spielern, aber es ist schon Mitte Juli, das macht es nicht leichter. Und wenn wir nochmals personell nachlegen, muss es sich auch um Qualität handeln. Wir verpflichten niemanden, von dem wir nicht überzeugt sind, dass er uns auch wirklich weiterbringt.

Wurden Testspiele vereinbart?

Ja, wir haben bereits gegen Hochheim 2:2 gespielt. Und testen noch gegen Oppau, Kronau, den VfR Mannheim, Gartenstadt und Hockenheim. Dazwischen liegt auch noch das Pokalspiel gegen die TSG Weinheim.

Kader: Julian Herzog, Jonas Wies, Jannik Hauschild, Stephan Jung, Pierpaolo Greco, Gökhan Kaya, Emre Güc, Daniel Marzoll, Leonce Eklou, Dominik Strohmeier, Maximilian Reuter, Steffen Jung, Dennis Bauer, Atiya Djobo, Markus Bertolini, Marco Marchi, Ayhan Öztürk, Dane Rosenberger, Steven Brüni, Sören Ruder, Etienne Köhler, Kadir Bozbay (1. FC Wiesloch), Canay Tural (1. FC Wiesloch), Dominik Ardelt (SG HD-Kirchheim).

 

 

 

Landesliga Rhein-Neckar