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"Wir akzeptieren nicht mehr alle Ausreden" - Beim VfL Kurpfalz Neckarau hat ein Umdenken stattgefunden

erstellt am Dienstag, 08 Januar 2019
SV Waldhof Mannheim II - VfL Kurpfalz Neckarau, Landesliga, v.l. Waldhofs Marcus Hawk gegen Neckaraus Stephan Abel. SV Waldhof Mannheim II - VfL Kurpfalz Neckarau, Landesliga, v.l. Waldhofs Marcus Hawk gegen Neckaraus Stephan Abel. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Vor der Saison hatte man beim VfL Kurpfalz Neckarau vor allem einen großen Wunsch:

Bloß nicht wieder im Tabellenkeller der Landesliga Rhein-Neckar festhängen und um den Klassenerhalt bangen müssen. Nach dem 11. Platz in der Vorsaison gab man nun einen einstelligen Tabellenrang als Ziel aus.

Den hat man bislang inne, aber nicht etwa mit Ach und Krach, sondern souverän. Neckarau überwintert als 5. In 15 Partien wurden 28 Punkte gesammelt. Das kann sich sehen lassen. Lacky Paschaloglou, der beim VfL als Sportlicher Leiter fungiert, sieht das ähnlich. Er nahm sich Zeit für ein Interview mit dem sport-kurier.

Hallo Herr Paschaloglou, nach zwei zuletzt eher durchwachsenen Jahren kann man diesmal bislang sehr zufrieden sein oder?

Ja, der sportliche Verlauf ist wirklich gut. Wir dachten ja eigentlich schon, dass wir auch in den letzten beiden Jahren ganz gut aufgestellt gewesen sind, da hat es aber nicht so geklappt. Da ist es ja klar, dass wir jetzt extrem zufrieden sind. Wir wollten nichts mit dem Abstieg zu tun haben, dass es jetzt gleich so gut läuft, ist sehr erfreulich. Die Mannschaft präsentiert sich wirklich gut.

Worauf führen Sie denn die Leistungssteigerung zurück?

Wir haben ja ganz bewusst Veränderungen am Trainerteam vorgenommen. Mit Feytullah Genc haben wir einen Mann dazu geholt, der neue Ideen mit einbringt. Er bringt frischen Wind rein und ist auch ein sehr emotionaler Typ. Er rüttelt die Mannschaft auch mal während eines Spiels verbal wach. Er ist einfach sehr aktiv. Unser Cheftrainer Richard Weber ist eher der ruhige Analytiker, eben ein absoluter Fachmann im taktischen Bereich. Alle ergänzen sich nun sehr gut. Die Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, wobei Richard dann schon der Mann ist, der das letzte Wort hat.

Lacky Paschaloglou ist mit der Hinrunde sehr zufrieden. Nach Jahren der Stagnation und teilweisem Abstiegskampf, gehts bei den Neckarauern aufwärts. Bild: Berno Nix

Die Mannschaft wirkt insgesamt aber auch aktiver …

Wir haben die Führung des Teams etwas verändert. Es ist ja klar, dass wir keine Profis sind und man deshalb auch Abstriche machen muss. Allerdings muss man schon auch etwas investieren, wenn man in der Landesliga spielen möchte, man muss das auch ein Stück weit leben. Und deshalb akzeptieren wir nicht mehr alle Ausreden. Das haben wir der Mannschaft klar vermittelt und man muss die Jungs hier auch mal loben, sie ziehen wirklich toll mit. Erfolg macht eben auch Spaß und hungrig. Der Charakter in der Truppe stimmt. In den Jahren zuvor war der eine oder andere vielleicht manchmal einfach etwas zu bequem.

Wie lautet denn das Ziel für die Rückrunde?

Wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen. Deshalb haben die Spieler auch ein Programm an die Hand bekommen, das sie während der trainingsfreien Zeit momentan absolvieren sollen. Denn wir wollen beim Start in die Vorbereitung nicht wieder bei Null beginnen müssen. Die Grundlagen sollen schon gelegt sein. Vor der Saison hatten wir von einem einstelligen Platz gesprochen, jetzt wollen wir möglichst nicht mehr hinter den 6. Platz abrutschen. Ich denke, dass das auch gut möglich ist. Bis auf Spitzenreiter Waldhof Mannheim 2 bewegen wir uns mit allen Mannschaften da vorne in etwa auf Augenhöhe.

Gibt es personelle Änderung in der Winterpause?

Ja, mit Alexandros Giannakidis verlässt uns ein junger Spieler in Richtung Enosis Mannheim. Er will eine Klasse runter gehen und dort mehr Spielpraxis bekommen. Das ist schade, aber wir werden im Sommer schauen, ob wir ihn dann vielleicht wieder zurückholen. Zudem wird Cengiz Güngör zu Anatolia Birkenau wechseln. Neuzugänge peilen wir fünf an. Vier haben bereits unterschrieben: Thomas Preis (Hattinger SV), Damian Maier-Kumpukattu (SG Hemsbach) und Max Lambert Djouendjeu Kougang (TSV Essen-West) und David Breitenbach (SV Schwetzingen). Mit ihnen werden wir gegen drei Verbandsligisten testen. Die Partien gegen Heddesheim, Gartenstadt und Wieblingen sind schon ausgemacht. Genau wie die Spiele gegen Rot-Weiß Rheinau, Azzurri Lampertheim, VfB Leimen und Kirchfeld und FV Brühl.

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 08 Januar 2019

Landesliga Rhein-Neckar