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"Ich bin noch jung und hungrig" - Victor Oppong will in höheren Ligen als Trainer arbeiten

erstellt am Donnerstag, 06 April 2017
Victor Oppong sucht eine neue Herausforderung. Es soll möglichst ein Club ab der Verbandsliga aufwärts sein. Victor Oppong sucht eine neue Herausforderung. Es soll möglichst ein Club ab der Verbandsliga aufwärts sein. AS Sportfotos

sport-kurier. Drei Jahre lang hatte Victor Oppong bei der DJK/FC Ziegelhausen das Kommando.

Am Mittwoch machte nun eine Pressemitteilung die Runde, in der stand, dass sich beide Seiten auf eine Trennung zum Saisonende geeinigt haben.

Oppong ist in der regionalen Fußball-Szene wohl so gut wie jedem ein Begriff. Was vor allem mit seiner Spielerkarriere zusammenhängt. Der Mann mit kanadisch-ghanaischen Wurzeln wechselte einst vom 1.FC Saarbrücken zum SV Waldhof Mannheim, wo er in der Saison 2006/2007 zum Einsatz kam.

Mit dem SV Sandhausen, der SG Sonnenhof Großaspach, dem VfR Mannheim und Amicitia Viernheim folgten weitere Stationen, ehe es ihn nach Ziegelhausen zog.
In der Heidelberger Kreisliga belegt er momentan den dritten Platz und hat noch Rest-Chancen auf den Aufstieg, denn in den nächsten beiden Spielen geht es gegen St. Ilgen und den 1. FC Wiesloch, die Top Zwei der Liga. Zwei Siege sind dann aber fast schon Pflicht.

Der sport-kurier sprach mit Oppong über seinen bevorstehenden Abschied.
 
Hallo Herr Oppong, wie kam es denn zur Trennung? Gab es vielleicht auch internen Ärger?

Nein, nein (lacht). Den gab es definitiv nicht. Ich arbeite dort jetzt schon im dritten Jahr. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Trotzdem waren beide Seiten der Meinung, dass es Zeit für eine Veränderung wird.
 
Die Zeit in Ziegelhausen war zunächst sehr erfolgreich, oder?

Ja, bis zu unserem Abstieg im letzten Jahr. Eines meiner primären Ziele war es aber, dass ich die jungen Spieler weiter entwickle und das ist mir glaube ich ganz gut gelungen.

Victor Oppong erwies sich in der Vergangenheit als Taktikfuchs. Mit seiner immer recht jungen Mannschaft stellte er auch den Favoriten öfters ein Bein. Bild: Kowollik

In dieser Saison könnte es rein rechnerisch noch für den Aufstieg reichen. Wie sehen Sie die Ausgangslage?

Da wir momentan Dritter sind und nun gegen die zwei Mannschaften vor uns spielen, wird vieles von diesen beiden Partien abhängen. Falls es dann doch noch klappen sollte mit dem Aufstieg, würde ich meine Entscheidung trotzdem nicht bereuen. Es wird einfach Zeit für etwas Neues. Aber natürlich würde ich mich unglaublich gerne mit dem Aufstieg verabschieden. Ich bin mir auch sicher, dass wir St. Ilgen und Wiesloch schlagen können. Sie sind zwar beide noch ungeschlagen, aber wir haben in der Hinrunde jeweils unglücklich verloren und sind aus meiner Sicht die beste Mannschaft in der Heidelberger Kreisliga.
 
Wie sehen denn die neuen Ziele von Victor Oppong aus?

Ich will eine Mannschaft trainieren, die weiter oben spielt. Ab der Verbandsliga aufwärts. Gespräche habe ich noch keine geführt, weil wir uns relativ kurzfristig auf die Trennung geeinigt haben. Ich bin für vieles offen. Auch in der Pfalz würde ich anfangen.
 
Kann es auch sein, dass Sie ein Jahr Pause einlegen?

Das kann natürlich immer passieren, wäre aber nicht optimal. Im Trainergeschäft musst möglichst immer drin bleiben. Ich bin noch jung, hungrig und davon überzeugt, dass ich in höheren Ligen als Trainer arbeiten kann.

Gelesen 2987 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 06 April 2017

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