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Der Kreisliga-Hinrunden-Rückblick 2. Teil 2015/2016 +++ Die Teams von Platz 9 bis 16

erstellt am Mittwoch, 16 Dezember 2015
MFC Phoenix Mannheim - FC Germania Friedrichsfeld, Kreisliga v.l. Germanias Sebastian Wantoch v. Rekowski gegen Phoenix Deniz Boyraz. MFC Phoenix Mannheim - FC Germania Friedrichsfeld, Kreisliga v.l. Germanias Sebastian Wantoch v. Rekowski gegen Phoenix Deniz Boyraz. Bild: Berno Nix

von Sportkurier. Die erste Hälfte der Kreisligateams wurde beleuchtet.

Nach den Plätzen 1-8 geht es mit den Teams weiter, die von Rang 9 bis 16 stehen. Ab Platz 9 kann man sicherlich alle Mannschaften auch als abstiegsgefährdet bezeichnen, denn bei drei, vielleicht auch vier Absteigern - kann es am Ende jeden treffen.Die SG Hemsbach-Sulzbach z.B. hat als Tabellenneunter (22 Punkte) nur vier Punkte auf einen etwaigen Abstiegsplatz. Gleichwohl sind es aber auch nur acht Punkte auf den Tabellendritten. Für Spannung wird bis zum letzten Spieltag gesorgt sein.

SV Schriesheim (blau-schwarz) vs.TSG 91/09 Luetzelsachsen (rot) 2015 - Nr. 11 Daniel Ehret TSGL- gegen TW Torsten Filz SVS


SG Hemsbach/Sulzbach  9. Platz  22 Punkte  41:34 Tore

Die Hemsbach-Sulzbacher haben eine ausgeglichene Spielbilanz (5-7-5), was auf den ersten Blick recht ordentlich aussieht. Wenn da nicht die vielen Unentschieden (7) stören würden. Aus 7 Spielen, sieben Remis zu holen, das sind unter dem Strich eben auch nur 7 von möglichen 21 Punkten. Im September kam die stärkste Phase der Hinrunde. Mit vier Siegen und einem Remis platzierte man sich in der Tabelle weiter oben. Die Mannschaft von Trainer Christiaan Pförtner konnte sogar dem FC Türkspor Mannheim die erste Saisonniederlage zufügen. Danach lief aber nicht mehr ganz so viel zusammen. 9 Spiele in Folge blieb der Fusionsclub ohne Sieg (0-6-3), holte nur 6 Punkte aus 9 Begegnungen. Da war der 0:1 Auswärtssieg bei Phönix Mannheim am letzten Spieltag vor der Winterpause, eine Art Befreiungsschlag. Vor allem an der Heimschwäche müssen die Hemsbacher feilen (2-2-4). Nur zwei Mal ging man aus 8 Heimspielen als Sieger vom Platz. Top-Torjäger ist Kajally Njie mit 14 Treffern, der damit neben Timo Endres (Weinheim) auch die Torschützenliste der Kreisliga anführt.


SV Schriesheim  10. Platz 21 Punkte  30:42 Tore
    
Trainer Sven Schmid konnte mit der Hinrunde nicht wirklich zufrieden sein. Hätte man nicht aus den letzten vier Spielen 10 Punkte geholt, sähe es ganz düster aus. Rückkehrer Simon Plewa, der beim 3:5 Auswärtssieg in Weinheim gleich vier Treffer erzielte, hat das Team eindeutig verstärkt. Das lässt bei den Verantwortlichen für die Rückrunde hoffen. Es kam vieles zusammen: Großes Verletzungspech, teilweise mangelhafte Trainingsbeteiligung und auch Pech. Einige Punkte wurden unnötig abgegeben und die würden natürlich auf der Habenseite auch für ein anderes Tabellenbild sorgen. Die Defensive der Schriesheimer zeigte sich sehr anfällig. Mit 42 Gegentreffern stellt die Schmid-Elf die viertschlechteste Abwehr. Die Gegner nach der Winterpause sind nicht die leichtesten. So geht's gleich gegen Wallstadt und Türkspor. Zwei Niederlagen und man steckt ganz tief im Tabellenkeller. Es wird eine ganz schwere Rückrunde für den SVS. Um den Klassenerhalt werden die Schriesheimer bis zum Schluss fighten müssen.

Hockenheims Trainer Manuel Muth ist von seiner Mannschaft überzeugt. Die Zahlen, Daten und Fakten sprechen aber bislang eine andere Sprache. Bild: lofi


TSG Lützelsachsen 11. Platz  20 Punkte  37:40 Tore

Aufatmen bei der TSG, nachdem das Heimspiel gegen den FC Germania Friedrichsfeld am letzten Spieltag mit 5:3 gewonnen wurde. Drei Niederlagen in Folge hatte es zuvor gesetzt, da war der dreifache Punktgewinn gegen den Aufsteiger bitter nötig. Ja, die Lützelsachsener - wie lief die Hinrunde? Zunächst ganz, ganz schlecht. In den ersten 7 Begegnungen verließ man sechs Mal als Verlierer den Platz. Der Lohn hierfür: Vorletzter Rang, punktgleich mit Schlusslicht SV Rohrhof. Das hatte man sich anders vorgestellt. Aber die Mannschaft um Trainer Alexander Knauff berappelte sich, fand zusehends besser in diese Spielzeit hinein. Die Lützelsachsener legten eine Serie hin (4-2-0). Darunter waren auch Siege über Rot-Weiß Rheinau und SpVgg. Ilvesheim, die zu dieser Zeit einen guten Lauf hatten - und ein respektables Remis beim FC Türkspor Mannheim. Als man damit rechnete, dass die Bergsträßer in der Tabelle noch weiter nach oben klettern würden, ging es wieder nach unten. Niederlagen gegen Wallstadt, Lindenhof und Schriesheim stoppten den Höhenflug. In der Rückrunde geht es jetzt darum, da unten aus der Abstiegszone zu kommen. Die Qualität im Kader müsste reichen, um die Klasse zu halten.


FV 08 Hockenheim 12. Platz 19 Punkte  30:40 Tore

Trainer Manuel Muth kam nach Coach Frank Eissler, der fünf Jahre lang die sportlichen Geschicke der Hockenheimer geleitet hatte. Ging man nach den Worten des neuen Übungsleiters, dann hätte man die Rennstädter in der Tabelle weiter oben finden müssen. Dem ist aber nicht so, in Hockenheim steht man auch diese Saison zur Winterpause mit einem Bein in der Kreisklasse A. Und das, trotz ganz ordentlichem Personal. Sehr wechselhaft waren die Leistungen beim Tabellenzwölften. Einem überraschenden 2:1 Sieg über den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer aus Plankstadt, ging eine 0:1 Heimniederlage gegen Germania Friedrichsfeld voraus. Auch in der Offensive fehlt es an Qualität. Mit 30 Saisontreffern liegt man da in der Anzahl der erzielten Treffer, ziemlich weit hinten. Würde man noch die sieben erzielten Tore gegen den SV Rohrhof am ersten Spieltag ausklammern, dann hätten die Hockenheimer nach Phönix Mannheim die schwächste Offensivabteilung. Um noch einen draufzusetzen: Alleine Tobias Hirsch hat 12 Saisontreffer erzielt, das sind 40 Prozent aller erzielten Treffer. Da bleibt der Muth-Elf zu wünschen, dass a.) Tobias Hirsch weiter so häufig trifft und b.) man für Plan B sorgt - wenn Hirsch mal ausfallen sollte. Hockenheim wird bis zum Schluss um den Klassenerhalt kräftig "strampeln" müssen.  

Rohrhofs Pasqual Wasow (rot) im Zweikampf mit seinem Schriesheimer Gegenspieler. Bild: lofi.


TSG 62/09 Weinheim II 13. Platz 18 Punkte 40:43 Tore

Der Unterbau des Verbandsligisten wehrt sich tapfer. Welcher höherklassige Club in der Region hat schon eine 2. Mannschaft in der Kreisliga? Schwetzingen, Viernheim, VfR Mannheim, Gartenstadt, Heddesheim, Neckarau, Brühl oder Ketsch - alles A- oder B-Ligisten, die da mit ihren zweiten Mannschaften unterhalb der höchsten Mannheimer Spielklasse an den Start gehen. Eine Ausnahme bildet der SV Waldhof II, aber wen wundert das? Ob die Weinheimer noch lange in dieser Spielklasse bleiben, das wird man spätestens am 29.05.16 wissen, wenn der letzte Spieltag absolviert ist. Die Weinheimer spielten eine ziemlich ausgeglichene Hinrunde, wenn man denn da den Monat Oktober ausklammern würde, der drei Niederlagen und ein Remis mit sich brachte. Überraschend die Siege bei der Spvgg. Wallstadt und der deutliche 4:1 Erfolg über Turanspor Mannheim. Das Spiel der Elf von Trainer Michael Wagner ist offensiv ausgelegt (40:43 Tore). Mit Timo Endres (14 Saisontore) stellt man zudem den Führenden der Torschützenliste). Diese offensive Spielweise ist einerseits attraktiv für die Zuschauer, auf der anderen Seite bürgt sie für Gefahren, gerade was die Defensive betrifft. Und genau da müssen die Weinheimer auch in der Rückrunde ansetzen. 43 Gegentreffer sind zu viel.   


MFC Phönix Mannheim 14. Platz  16 Punkte  17:32 Tore

Verstärkt sich Phönix Mannheim nicht in der Offensive, geht es auf direkten Wege in die Kreisklasse A Mannheim. 17 erzielte Treffer sind absoluter Minusrekord. Trainer Rafal Dach kam für den erfolgreichen Carsten Haas. Und vor der Saison gab sich der neue Übungsleiter auch selbstbewusst. Der Kader sei in der Breite gut aufgestellt und qualitativ gut genug, um in der Liga im vorderen Mittelfeld spielen zu können. Weit gefehlt. Der Kader wurde immer dünner, es kamen verletzte Spieler hinzu und ab dem 7. Spieltag begann eine Negativserie (0-1-7). Phönix Mannheim rutschte in der Tabelle immer weiter nach unten - in den Keller. Am 15. Spieltag der 3:2 Sieg über den 1. FC Turanspor Mannheim, das ließ jetzt hoffen. Aber es war nur ein Strohfeuer, was da von den 02ern kam. Gegen Germania Friedrichsfeld und Hemsbach-Sulzbach setzte es umgehend wieder Niederlagen. Das Rückrundenauftaktprogramm ist heftig, denn es geht gleich gegen Plankstadt, Lindenhof und Turanspor.

Matthias Dehoust will den Aufsteiger FC Germania Friedrichsfeld in der Kreisliga halten. Die jüngsten Ergebnisse lassen auf eine bessere Rückserie hoffen. Bild: lofi. 


FC Germania Friedrichsfeld 15. Platz 14 Punkte 25:47 Tore

Viele Vereine kämpfen über Jahre hinweg zielorientiert um sportlichen Erfolg und Aufstieg in eine höhere Spielklasse. Ähnlich verlief es auch bei der Germania, die oft genug an der selbst auferlegten Messlatte gescheitert war. Nun gelang den Germanen letzte Spielzeit der Aufstieg - aber die Runde war wohl auch vom Personal her nicht so optimal geplant. Um die Kreisliga zu halten, muss man sich generell auch verstärken, was nicht gelang beim Aufsteiger. Dazu kam großes Verletzungspech, denn Leistungsträger fielen reihenweise aus. Hinten dran stand eben nicht die Qualität, die die Ausfälle adäquat ersetzen konnte - ergo, ging es gleich in den Tabellenkeller. Nach 10 Spieltagen lautete die traurige Spielbilanz (1-1-8) - man durfte die "Rote Laterne" tragen. Trainer Sven Paulsen wurde freigestellt, dafür war Ex-Profi Matthias Dehoust der neue Mann an der Seitenlinie. Es wurde besser, aber auch weil einige langzeitverletzte ihr Comeback feierten. Die jüngste Spielbilanz lässt hoffen (3-1-3). Man sieht wieder etwas Land beim Aufsteiger. Der Rückstand auf einen sicheren Nichtabstiegsplatz beträgt fünf Punkte. Es ist also noch alles drin, für die Dehoust-Elf.

 
SV Rohrhof 16. Platz  10 Punkte  23:52 Tore

Wird Trainer Wolfang Stamm der zweite Abstieg in Folge ereilen? Als verantwortlicher Coach des VfR Mannheim II stieg er letzte Saison in die Kreisklasse A Mannheim ab. Nach dem Rücktritt von Rohrhofs Coach Musie Sium, wurde Wolfgang Stamm neuer Mann an der Rohrhofer Kommandobrücke. Bislang mit wenig Erfolg. Seine Bilanz (2-4-7). Aber am Trainer liegt es beim SVR weniger, denn das Personal hat in dieser Saison nicht die Klasse vergangener Jahre. Die Neuzugänge waren bis auf wenige Ausnahmen, keine wirklichen Verstärkungen und mit dem schwachen Start in diese Runde, schwand auch zusehends das Selbstvertrauen der Spieler. Gegen Lindenhof und Turanspor punktete man kurz vor der Winterpause, es war eine positive Tendenz erkennbar. Aber nach der knappen 2:1 Niederlage in Edingen-Neckarhausen, setzte es in der Folgewoche ein blamables 1:7 gegen Türkspor Mannheim. Zur Winterpause verabschiedeten sich die Rohrhofer mit einer 1:0 Niederlage im Big-Point-Spiel beim FV 08 Hockenheim. Verstärken sich die Rohrhofer nicht zur Rückrunde, geht's nach Jahren des Erfolges, wieder in die Kreisklasse A Mannheim.

Letzte Änderung am Dienstag, 29 Dezember 2015

Kreisliga Mannheim