Dienstag, 22. Januar 2019

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Noch Luft nach oben - Beim SC Reilingen lichtet sich das Lazarett

erstellt am Montag, 07 Januar 2019
Zu oft musste Reilingens Torwart Ricardo Alonso Gutierrez in dieser Spielzeit hinter sich greifen. In dieser Szene meistert er einen Strafstoß / Archivbild Saison 17/18 Phönix MA-SC Reilingen. Zu oft musste Reilingens Torwart Ricardo Alonso Gutierrez in dieser Spielzeit hinter sich greifen. In dieser Szene meistert er einen Strafstoß / Archivbild Saison 17/18 Phönix MA-SC Reilingen. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Es deutete alles auf eine ähnlich erfolgreiche Runde wie in der letzten Saison hin.

Damals mischte der SC Reilingen sogar recht lange vorne drin in der Kreisliga Mannheim mit, punktete gegen Mannschaften, gegen die das nicht zu erwarten war. Am Ende der Saison war dann etwas die Luft raus, die Mannschaft von Spielertrainer Patrick Rittmaier stand jenseits von Gut und Böse und beendete das erste Jahr nach der Rückkehr in die Kreisliga Mannheim als 9.

Und auch diesmal hatte man vor der Saison die Hausaufgaben gemacht. Rittmaier versammelte einen 26 Mann großen Kader um sich. Auf den ersten Blick wirkte das fast so, als seien da ein paar Spieler zu viel unter Vertrag. Doch es stellte sich schnell heraus, dass dem ganz und gar nicht so war: Rittmaier brachen bevor es eigentlich los ging sofort drei Leistungsträger weg. Zwei aus beruflichen Gründen und ein Spieler wegen eines neuen Studienplatzes. Kaum war dieser Schock verdaut, verabschiedete sich ein vierter Spieler - weil er ein Haus baute, fehlte ihm die Zeit.

"Leider kamen dann noch einige schwere Verletzungen hinzu und wir hatten teilweise wirklich nur noch 12 Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft zur Verfügung. Das war sehr bitter, vor allem auch deshalb, weil wirklich sehr schwere Verletzungen dabei waren", berichtet Rittmaier, der froh ist, dass nun Winterpause ist.

In ihr will man sich neu sammeln und ab dem 22. Januar den Grundstein für eine bessere Rückrunde legen. Denn eines ist sonnenklar: Für Reilingen steht viel auf dem Spiel. Als 13. hat man nur einen Punkt Vorsprung auf die TSG Weinheim 2, die mit 16 Punkten aktuell auf dem ersten Abstiegsplatz steht. Doch es hätte sogar richtig deprimierend in die Pause gehen können. Erst durch einen starken 3:0 Sieg bei Enosis Mannheim in einem Nachholspiel kurz vor Weihnachten, konnte sich Reilingen etwas Luft verschaffen.

Spielertrainer Patrick Rittmaier am Ball (orange). Reilingens Coach hofft auf eine erfolgreichere Rückserie. Bild: Berno Nix

"Dieser Sieg war natürlich enorm wichtig für uns", betont Rittmaier, der die bislang durchwachsene Vorrunde ganz bewusst nicht nur auf die vielen Ausfälle schieben will. "Wir können es in allen Bereichen besser, gerade in der Offensive hängt wieder viel von mir ab und das ist ja nicht der Plan." Rittmaier hat von 30 Toren 13 selbst erzielt.

In der Vorbereitung soll nun gezielt daran gearbeitet werden, dass man vorne flexibler Auftritt und hinten stabiler steht. "Wir bekommen leider immer wieder zu leichte und unnötige Gegentore", betont Reilingens Spielertrainer.
Allerdings sind die Sorgenfalten mittlerweile deutlich zurückgegangen. Man kann nämlich wieder zuversichtlicher in die nähere Zukunft blicken. Wenn es wieder los geht, werden drei Langzeitverletzte wieder zur Verfügung stehen. Hinzu kommen noch zwei Neuzugänge, die Rittmaier als Verstärkungen bezeichnet.

Pascal Roth wechselt aus Hockenheim nach Reilingen und Baris Aygün kommt von Oftersheim. Roth soll offensiv Akzente setzen und Aygün in der Innenverteidigung für Ruhe sorgen. Verlassen hat den Club hingegen Milan Kalajdzic. Ein Defensivmann, der zu Srbija Mannheim zurückkehren wird.

Bezüglich von Testspielgegnern ist Rittmaier noch nicht wunschlos glücklich: Tests gegen den FC Karlsdorf und den VfR Kronau, die beide in der Kreisliga Bruchsal spielen, sind bereits vereinbart. Zwei weitere Gegner werden hingegen noch gesucht. Denn Rittmaier will top vorbereitet in die Rückserie gehen: "Auf uns warten dann gleich richtungsweisende Spiele gegen Mannschaften, die ebenfalls weiter unten stehen."

 

 

 

Letzte Änderung am Montag, 07 Januar 2019

Kreisliga Mannheim