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Kurzanalyse Teams Kreisliga Mannheim 2018/2019

erstellt am Freitag, 07 Dezember 2018
Tabellenführer FK Srbija Mannheim beim Torjubel. Der Vorjahres-Vizemeister überwintert auf Platz 1 der Tabelle. Tabellenführer FK Srbija Mannheim beim Torjubel. Der Vorjahres-Vizemeister überwintert auf Platz 1 der Tabelle. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Der Meister der Kreisliga steigt direkt in die Landesliga Rhein-Neckar auf.

Der Vizemeister hat die Chance über die Relegation ebenfalls aufzusteigen. Im Regelfall steigen 3 Mannschaften aus der KL ab, da es 3 Aufstiegsberechtigte aus der Kreisklasse A (KK A) gibt.

Der Vorjahresvizemeister FK Srbija Mannheim (38 Punkte) ist auf dem besten Wege in dieser Spielzeit den Direktaufstieg zu schaffen. Aktuell haben die Serben an der Tabellenspitze 6 Punkte Vorsprung vor dem Ligazweiten TSG 91/09 Lützelsachsen (32 Punkte). In Schlagdistanz zu Platz 2 befinden sich Rot-Weiß Rheinau, MFC Lindenhof, SpVgg. Wallstadt, Enosis Mannheim und FV Leutershausen. Auf den direkten Abstiegsplätzen stehen der 1. FC Turanspor Mannheim (16.), Spvgg. 06 Ketsch II (15.) und SC 08 Reilingen (14.).

 

FK Srbija Mannheim (1. Platz / 38 Punkte / 57:28 Tore)
Der FK Srbija Mannheim scheint reif für den Aufstieg. Souverän marschiert das Team von Kristian Sprecakovic durch die Liga. Keine andere Mannschaft zeigt konstantere Leistungen. Nach dem 3. Spieltag legten die Serben eine beeindruckende Serie hin (11-1-1). Spitzenteams wie Rheinau, Leutershausen, Wallstadt und Lützelsachsen wurden im direkten Vergleich bezwungen. Auf eigenem Platz ging man nicht einmal als Verlierer vom Platz (6-2-0). Und auch in der Trefferstatistik steht der Tabellenführer ganz oben (57:28). Anton Markovic (20 Tore) und Luka Stanisic (16 Tore) trafen am häufigsten.

 

TSG 91/09 Lützelsachsen (2. Platz / 32 Punkte / 55:31 Tore)
Die TSG hatte einen mäßigen Saisonbeginn (2-0-3). Aber Coach Rick Hutter hatte sein Team schnell in die Erfolgsspur gebracht. Ab dem 6. Spieltag lief es prächtig bei den Bergsträßern (8-2-1). Der letztjährige Kreispokalsieger spielt Offensivfußball, was die bislang 55 erzielten Saisontore dokumentieren. Vor allem hat das Team Konstanz in seinem Spiel, was die Vorjahre nicht immer so war. Kann die TSG in der Rückrunde auf dem Level weiterspielen, dann wäre man sogar nochmal ernsthafte Konkurrenz für Spitzenreiter FK Srbija Mannheim. Robert Spahn (11 Tore) erzielte die meisten Treffer.

 

Rot-Weiß Rheinau (3. Platz / 30 Punkte / 35:28 Tore)
In den letzten Spielzeiten zeigten die Rotweißen keine Verlässlichkeit. Meist hochgelobt, aber am Ende war man doch etwas hinter den Erwartungen geblieben. Das ist diese Spielzeit unter Trainer Ralf Eckl anders. Er hat es geschafft, die Rheinauer zu einem ernsthaften Aufstiegskandidaten zu formen. Auf eigenem Platz zeigte man Stärke (6-2-1) und Dominanz. In der Fremde war es nicht immer so (3-1-3). Bei den Mitaufstiegskandidaten Wallstadt und Srbija Mannheim setzte es deutliche Niederlagen und auch gegen die Hockenheimer musste man zuletzt eine überraschende 0:4 Niederlage einstecken. "Mr. Zuverlässig" - Salvatore Vullo kam auf bislang 12 Saisontore.

Spielszene Rot-Weiß Rheinau - VfB Gartenstadt II - Bild: Berno Nix

MFC 08 Lindenhof (4. Platz / 28 Punkte / 38:29 Tore)
In der letzten Saison kämpften die Lindenhöfer lange Zeit um den Klassenerhalt. Das sieht in dieser Spielzeit ganz anders aus. Die Saison begann eigentlich eher bescheiden (2-1-3), aber dann arbeiteten sich die 08er stetig weiter nach vorne. Aus den letzten 10 Spielen gingen die Schützlinge von Coach Philipp Bimmler nur einmal als Verlierer hervor (6-3-1). Zuletzt holte der Ligavierte aus den beiden letzten Spielen nur einen von möglichen 6 Punkten. Da wäre also sogar noch durchaus mehr drin gewesen. Die meisten Treffer hat Philipp Noack erzielt (12).

 

SpVgg. Wallstadt (5. Platz / 27 Punkte / 39:20 Tore)
Vom Kader her müssten die Wallstädter zu den Top-Aufstiegskandidaten zählen. Aber es ist nachweislich - fast die gesamte Hinrunde hindurch fielen jede Menge Leistungsträger verletzungsbedingt aus. So ist es zumindest etwas erklärbar, warum die SpVgg. nicht da steht, wo man sie vermutet hatte. Wie stark die Mannschaft von Michael Wagner auftreten kann, bewies sie gegen den Lindenhof (4:0), Leutershausen (3:0) oder Rheinau (5:1). In der Rückserie hofft Wagner auf die Rückkehr etlicher Akteur, die jetzt noch verletzungsbedingt fehlten. Dino Smajlovic zeigte sich mit 9 Saisontoren am treffsichersten.

 

SV Enosis Mannheim (6. Platz / 26 Punkte / 37:33 Tore)
Der Aufsteiger spielt eine sehr gute Runde und hat bei noch einem Nachholspiel gegen den SC Reilingen (9.12.) die Chance auf Platz 4 zu klettern, ein Sieg vorausgesetzt. Das griechische Team nahm die Euphorie des Aufstiegs mit in die Runde. In den ersten 6 Spielen ging man fünf Mal als Sieger vom Platz (5-0-1), danach wurde der SV Enosis auch wieder geerdet. Deutliche Niederlagen setzte es gegen Lützelsachsen (2:5) und beim FK Srbija Mannheim (6:2). 20 der 37 erzielten Treffer, also mehr als die Hälfte, gingen auf das Torkonto von Torjäger Berkan Demiröz. Das weckte auch Begehrlichkeiten anderer Clubs. So spielt Demiröz ab der Rückrunde für den Verbandsligisten Heddesheim.

Friedrichsfeld-Coach Matthias Dehoust kann mit der Hinrunde nicht ganz zufrieden sein. Bild: Lothar Fischer

FV Leutershausen (7. Platz /26 Punkte / 33:32 Tore)
Mit drei Siegen in die Saison gestartet, sorgte der Aufsteiger aus der Kreisklasse A II Mannheim gleich für Aufsehen. Vor allem die deutlichen Heimsiege über den FK Srbija Mannheim (5:2) und FV Hockenheim (4:0) hatten doch überrascht. Ab dem 10. Spieltag ließen die Bergsträßer nach. Aus den letzten 7 Spielen holte das Team von Trainerduo Stefan Matthes und Sven Bopp nur noch einen Sieg (1-2-4). Im eigenen Stadion ist man nur schwer zu knacken (5-2-1), die Auswärtsstatistik ist hingegen weniger beeindruckend (3-0-5). Habib Arifi und Frieder Pfefferle haben beide jeweils 7 Saisontore erzielt.

 

FC Germania Friedrichsfeld (8. Platz / 22 Punkte / 37:38 Tore)
Die starke letzte Saison hatte Begehrlichkeiten geweckt. Das Ergebnis zur Winterpause ist jedoch wohl eher nicht zufriedenstellend für die Friedrichsfelder. Es war so eine kleine Berg- und Talfahrt für die Germania. Zunächst startete man mit zwei Niederlagen in die Saison, um dann voll durchzustarten (6-1-0). Beeindruckende Siege über Rheinau, Lützelsachsen und Srbija Mannheim wurden errungen. Dann kam der große Knick, wohl auch verletzungsbedingt, ab dem 10. Spieltag. In der Folge errang die Elf von Trainer Matthias Dehoust keinen Sieg mehr (0-3-4), rutschte in der Tabelle ab. Masanneh Ceesay und Benjamin Wanzek erzielten jeweils 8 Treffer.

 

TSV Amicitia Viernheim (9. Platz / 22 Punkte / 32:36 Tore)
2017/2018 meldete man nach dem Verbandsligaabstieg keine Mannschaft in der Landesliga, so dass die Südhessen erster Absteiger in die Kreisliga Mannheim waren, in der sie dann 2018/2019 antraten. Aufgrund der guten Test- und Pokalspielergebnisse wurden die Viernheimer sogar zu den Mitfavoriten für den Aufstieg gehandelt. Aber dieser Einschätzung wurde das Team von Coach Uwe Beck nicht gerecht. Lange Zeit dümpelte die Fusionself in den unteren Tabellenregionen, bis zuletzt eine starke Serie gelang (5-2-0). Viernheims bester Torschütze ist Lorenz Baaß mit 9 Toren. Der Ex-Weinheimer Torjäger Timo Endres kommt auf 7 Treffer.

 

VfB Gartenstadt II (10. Platz / 20 Punkte / 37:43 Tore)
Es ist schon eine Leistung, wenn ein Verein eine 2. MA in Mannheims höchster Spielklasse stellen kann. Dies gilt auch für die Weinheimer und Ketscher. Während die beiden Genannten um den Klassenerhalt kämpfen, steht der VfB in sicheren Tabellengefilden. Zu verdanken ist dies der Heimstärke (5-1-1/19:8 Tore). Auf eigenem Platz hat die Mannschaft von Andreas Geißelmann auch erst 8 Gegentore kassiert - Bestwert in der Liga. Auswärts läuft es nicht so toll (1-1-7/18:35 Tore), da hat man mit 35 Gegentreffern neben der Spvgg. Ketsch II die meisten Gegentore hinnehmen müssen. Die meisten Treffer erzielte Pascal Eckert (19).

Der MFC 02 Phönix Mannheim (grün) ist noch lange nicht aus dem "Schneider", was den Abstiegskampf betrifft. Szene aus dem Spiel bei der SpVgg. Wallstadt. Bild: Berno Nix

FV 08 Hockenheim (11. Platz / 16 Punkte / 30:36 Tore)
Sie sind Spätstarter in dieser Saison. Aus den letzten 6 Spielen holten die "Mannen" von Trainer Manuel Muth 11 von möglichen 18 Punkten. Zuvor gelangen den Rennstädtern nur 7 Punktgewinne aus 10 Spielen. Die Abstiegsgefahr ist jedoch noch lange nicht gebannt, der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt nur 4 Punkte. Das große Manko in der Hinrunde war die Heimschwäche (1-3-3). Nur eines von 7 Heimspielen wurde mit 3 Punkten belohnt. Damit belegen die Hockenheimer in der Heimtabelle den letzten Platz in der Liga. Kevin Huber war mit 9 Treffern erfolgreichster Torschütze.

 

MFC 02 Phönix Mannheim (12. Platz / 18 Punkte / 25:37 Tore)
Vor der Saison zeigten sich die Phönix-Verantwortlichen zuversichtlich. Es sollte eine sorgenfreie Spielzeit werden. Die Realität sieht noch etwas anders aus, denn der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt nur 4 Punkte. Größtes Manko beim MFC ist die fehlende Offensivpower. Mit nur 24 Saisontoren steht man bei der Anzahl der erzielten Treffer auf dem letzten Platz. Auswärts durfte man auch nicht allzu oft jubeln (1-2-4). Auf eigenem Platz zeigte man sich stabiler (4-1-4). Caner Dönmez traf mit 6 Treffern am häufigsten.

 

TSG 62/09 Weinheim II (13. Platz / 16 Punkte / 33:37 Tore)
Die Heimschwäche der Weinheimer ist für die weniger erfreuliche Platzierung ursächlich (2-0-5). Nur 6 von möglichen 21 Zählern holte das Team von Trainer Lars Weidmann auf heimischem Boden. Auswärts lief es da schon besser (3-1-5) - da sorgten die Weinheimer auch für so manche Überraschung, wie z.B. beim 1:3 Sieg bei der SpVgg. Wallstadt. Zwischen dem 8. und 12. Spieltag lief es überhaupt nicht gut, da ging man 5 Spiele in Folge als Verlierer vom Platz. Louis Leistikow erzielte 7 Saisontreffer.


SC 08 Reilingen (14. Platz / 14 Punkte / 27:41 Tore)
Der SC Reilingen hatte im Aufstiegsjahr 2017/2018 eine gute Spielzeit hingelegt (9.). Das 2. Jahr in einer neuen Liga ist meist das schwerste und das muss der SC Reilingen aktuell hautnah erfahren. Die einstige Heimstärke scheint verloren zu sein. Nur in 2 von 7 Heimspielen gingen die Reilinger als Sieger vom Platz (2-1-5). Auswärts zeigte der SCR gute Ansätze, aber auch in der Fremde wurde zu selten gepunktet (2-1-4). Mit nur 27 erzielten Treffern stellen die Reilinger die zweitschwächste Offensive der Liga. Dabei hat Spielertrainer Patrick Rittmaier 11 der 27 Tore erzielt. Wo die Probleme bei den Reilingern liegen, wird hier offensichtlich.

1. FC Turanspor - SV Enosis Mannheim, Kreisliga, v.l. Enosis´ Archimidis Adamidis gegen Turanspors Jakob Raoufi. Bild: Berno Nix

Spvgg. 06 Ketsch II (15. Platz / 13 Punkte / 30:50 Tore)
Groß war die Freude bei den Ketschern, als der Club den Aufstieg seiner 2. Mannschaft in die Kreisliga Mannheim feiern durfte. Von Beginn an war klar, dass es ausschließlich um den Erhalt der Spielklasse gehen würde. Und ganz so schlecht verkaufen sich die Neulinge auch gar nicht, aber die vielen Remis (7) bringen das Team von Trainer Johann Strunk nicht viel weiter. Auf eigenem Platz haben die 06er nur ein einziges Spiel verloren (1-5-1), aber auch nur eine Partie gewonnen. Da sind es die vielen Unentschieden, die sich nicht positiv in der Punktebilanz niederschlagen. Janis Orians traf mit 5 Toren am häufigsten.

 

1. FC Turanspor Mannheim (16. Platz / 7 Punkte / 32:58 Tore)
Eine aufregende Hinrunde liegt hinter dem 1. FCT. Trainer Ali Mehmet Topal wechselte nach der letzten Saison zum FC Türkspor, für ihn kam Nedim Özbek. Der warf nach dem 8. Spieltag (1-1-6) das Handtuch. Hüseyin Calhanoglu übernahm, seine persönliche Statistik war mit der von Özbek identisch (1-1-6). Zumindest holte der 1. FC aus den letzten beiden Spielen 4 Punkte. Ein kleines Lebenszeichen des abstiegsgefährdeten Teams. Auf einen Nichtabstiegsplatz sind es 9 Punkte und nur wenn Turanspor für die RR personell gut nachlegen könnte, bleibt noch eine Hoffnung auf den Nichtabstieg. Ibrahim Saleh ist mit 8 Toren erfolgreichster Schütze.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 07 Dezember 2018

Kreisliga Mannheim