Freitag, 22. Februar 2019

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Eine Pause zur Unzeit ++ A1- Tabellenführer Ladenburg hatte in der Hinserie einen Megalauf

erstellt am Freitag, 18 Januar 2019
Spielszene TSV Amicitia Viernheim II - FV 03 Ladenburg. Spielzeit 2018/2019. Spielszene TSV Amicitia Viernheim II - FV 03 Ladenburg. Spielzeit 2018/2019. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Es gibt mehrere Gründe, sich auf die Winterpause zu freuen.

Die einen gehen auf dem Zahnfleisch und haben zahlreiche Verletzte zu beklagen, die sich in der spielfreien Zeit regenerieren können. Die anderen hoffen, dass sie mit einer gezielten Vorbereitung nochmals die Wende zum Guten schaffen können. Doch es gibt auch ganz andere - und zu denen zählt der FV 03 Ladenburg. Die Römerstädter sind einer der wenigen Klubs, die wohl am liebsten weitergespielt hätten. "Das kann man schon so sagen", lachte Ladenburgs Trainer Jörg Höpfner.

Warum das so ist, wird bei einem kurzen Blick auf die Tabelle der Mannheimer Kreisklasse A, Staffel 2, schnell deutlich: Ladenburg ist dort das Maß aller Dinge. Die 03er führen die Tabelle mit 38 Punkten souverän an, haben eine beeindruckende Tordifferenz von 56:21 vorzuweisen und haben 6 Punkte Vorsprung auf den Tabellen-Zweiten SKV Sandhofen. "Für uns wird es wichtig sein, dass wir schnell und gut wieder aus der Pause heraus kommen", betont Höpfner, "wir wollen einen nahtlosen Übergang schaffen."

Dass man überhaupt zu so einem Höhenflug - Ladenburg hat bis dato gerade mal 4 magere Pünktchen aus 2 Unentschieden abgegeben - ansetzen würde, war so nicht abzusehen. Im Sommer 2018 wurde im Römerstadion so gut wie alles umgekrempelt. In der Mannschaft fand ein großer Umbruch statt und auch auf der Trainerposition wurde eine einschneidende Veränderung vorgenommen: Rainer Elias, der zuvor knapp 23 Jahre lang die erste Mannschaft trainiert hatte, verabschiedete sich. Höpfner, der als Spieler unter anderem auch in der Regionalliga am Ball war, kam.

03-Coach Jörg Höpfner will den ehemaligen Kreisliga-Dino wieder in Mannheims höchste Spielklasse zurückführen. Bild: Berno Nix.

Für Ladenburg war er ein Glücksgriff, denn die direkte Rückkehr in die Kreisliga scheint nur noch Formsache zu sein. Wenngleich Höpfner ganz bewusst auf die Euphoriebremse tritt. "Gerade mit Sandhofen sitzt uns trotz unserer starken Hinserie noch eine Mannschaft ganz schön im Nacken. Dass man von dort nun hört, dass wir bereits durch wären, hat sicherlich auch damit zu tun, dass man uns ein wenig in Sicherheit wiegen will. Denn gerade Sandhofen hat sich sehr gut verstärkt im Winter."

Das Prunkstück der Ladenburger ist ohne Zweifel die Offensive. Hier drängt sich ein Mann besonders auf. Die Rede ist von Vittorio Cammilleri, der es in 15 Partien auf sage und schreibe 31 Tore gebracht hat. "Vittorio hat natürlich einen sehr großen Anteil an unseren Erfolgen in der Hinrunde, er ist aber auch ein sehr mannschaftsdienlicher Spieler, der auch noch das ein oder andere Tor aufgelegt hat", berichtet Höpfner, dem aber eines ganz wichtig ist: "Unser Erfolgsgeheimnis ist, dass wir wirklich als geschlossene Einheit auftreten."

Ab sofort kann auch Jochen Probst zum Höhenflug der Ladenburger beitragen. Die Offensivkraft kommt aus Dossenheim zum A1-Tabellenführer. Die ersten gemeinsamen Trainingseinheiten sind auf den 5. Februar terminiert. An diesem Tag beginnt in Ladenburg die Vorbereitung. "Normalerweise dauert sie bei mir nur 4 Wochen, aber da wir diesmal eine extrem lange Winterpause haben, werden wir uns 5 Wochen vorbereiten", sagte Höpfner.

Neben den Einheiten an sich, wird auch reichlich getestet. Es geht gegen die U19 des VfR Mannheim, Deidesheim, Enosis Mannheim, Hochstätt Türkspor, Dossenheim 2 und Edingen-Neckarhausen. "Mir ist es wichtig, dass wir viele Testspiele haben. So kann sich die Mannschaft wieder recht schnell finden."

 

 

 

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