Freitag, 22. Februar 2019

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SVS hofft auf Auswärtspunkte bei FC St. Pauli im Abstiegskampf

erstellt am Donnerstag, 29 März 2018
Spielszene SV Sandhausen vs. VfL Bochum. Die 2:3 Niederlage gegen die Westdeutschen war schmerzhaft. Spielszene SV Sandhausen vs. VfL Bochum. Die 2:3 Niederlage gegen die Westdeutschen war schmerzhaft. Bild: AS Sportfotos

Ziel ist die 40-Punkte-Marke zu erreichen

sport-kurier. Zum ersten von noch sieben Endspielen im Kampf um den Klassenerhalt tritt der SV Sandhausen am Ostersonntag um 13.30 Uhr beim direkten Konkurrenten FC St. Pauli an. Die bittere 2:3-Heimniederlage gegen Mitkonkurrent Bochum sowie der Sieg von Erzgebirge Aue gegen Greuther Fürth am vergangenen 27. Spieltag haben den Vorsprung der Kurpfälzer auf Relegationsplatz 16 von sechs auf drei Punkte schmelzen lassen.

Mittelfeldspieler Denis Linsmayer macht in der außergewöhnlich spannenden Zweitligasaison vor dem Spiel in Hamburg Mut: "Wir haben weiterhin alles in der eigenen Hand. Wir schauen nicht auf die Tabelle, sondern nur auf uns. Ziel bleiben die 40 Punkte, und das so schnell wie möglich."

Vier Punkte fehlen den Schwarz-Weißen noch bis dahin, doch die Tatsache, dass der Tabellensechzehnte Aue schon bei 33 Punkten steht, zeigt die Unberechenbarkeit dieser Saison. Beim wichtigen Auswärtsspiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten St. Pauli entspannt sich für SVS-Coach Kenan Kocak die personelle Lage etwas, da Nejmeddin Daghfous nach seiner Gelbsperre und Tim Knipping nach seiner Suspendierung wieder in den Kader zurückkehren. "Auf Dauer können wir die vielen Ausfälle nicht verkraften. Denn es zeigt sich, dass einige in der Zweiten Liga an ihre Grenzen kommen. Doch wir dürfen nicht in den Jammer-Modus kommen", sagte der SVS-Trainer in der Länderspielpause.

Winterneuzugang Rurik Gislason konnte bei je einem Tor in den letzten beiden Heimspielen im schwächelnden Angriff wohl Akzente setzen, doch bei acht Gegentoren in den letzten vier Spielen zeigte die Defensive ungewohnte Schwächen.
Der Kiez-Kultklub aus der Hansestadt hatte die Rückrunde der vergangenen Saison, die mit 34 Punkten die beste der Vereinsgeschichte war, und mit der man nach einer katastrophalen Hinrunde noch auf Platz 7 kletterte, hohe Erwartungen auf eine erstmalige Bundesliga-Rückkehr seit dem Jahre 2011 geweckt.

Doch unter Olaf Janßen, der als bisheriger Co-Trainer den Posten von Ewald Lienen, der jetzt Technischer Direktor ist, übernahm, blieb der Erfolg aus. Auf Rang 14 liegend musste Janßen im Dezember seinen Stuhl für den ehemaligen KSC-Trainer Markus Kauczinski räumen. Zehn Spieltage später sind die Hamburger aktuell einen Platz hinter dem SVS auf Rang 11 zu finden und wollen nach zuletzt drei sieglosen Spielen die überlebenswichtigen Punkte im Abstiegskampf holen.

Unter Kauczinski will sich aber bei vier Siegen in elf Partien noch nicht der gewünschte Erfolg einstellen, was ebenso wie in Sandhausen an einer Sturmflaute festzumachen ist. Königstransfer Sami Allagui hat genauso wie der Ex-SVS-Torjäger Aziz Bouhaddouz erst drei Saisontore aufzuweisen, und 28 erzielte Treffer sind bezeichnend für die zweitschwächste Offensive der Liga. Auch die Norddeutschen plagen Verletzungssorgen, da sie schon wochenlang ohne ihre Leistungsträger Lasse Sobiech oder Waldemar Sobota auskommen müssen.

Die bisherige Bilanz aus elf Zweitligaduellen spricht bei vier Siegen, vier Unentschieden und drei Niederlagen knapp für die Hanseaten.

Letzte Änderung am Donnerstag, 29 März 2018

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