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Hält Sandhausens Serie auch bei Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf?

erstellt am Donnerstag, 01 Februar 2018
Szene aus dem Hinspiel in Sandhausen. Lucas Höler (SVS/schwarz) schießt auf das Düsseldorfer Tor. Szene aus dem Hinspiel in Sandhausen. Lucas Höler (SVS/schwarz) schießt auf das Düsseldorfer Tor. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Der SV Sandhausen zählt aktuell zu den Überraschungsmannschaften der Zweiten Liga.

Das Team von Trainer Kenan Kocak hat sich von einem potenziellen Abstiegskandidaten zu einem ernstzunehmenden Gegner aus den oberen Tabellenregionen entwickelt.

Auch Otmar Schork, Geschäftsführer Sport, hat eine veränderte Wahrnehmung seines SVS festgestellt: "Die Mannschaft tritt momentan sehr stabil, kompakt und selbstbewusst auf. Inzwischen werden wir von allen Vereinen ernst genommen, von daher kann man nicht mehr von einer Außenseiterrolle sprechen."

Trotz der bisherigen Erfolge und der guten Tabellenposition wird bei den Kurpfälzern der Ball bewusst flach gehalten sowie Bescheidenheit und Zurückhaltung nach außen vorgelebt. Aufstiegskampf ist ein Tabu-Thema am Hardtwald.

Verteidiger Klingmann: "Ich schaue nicht gerne auf die Tabelle, da ich weiß, dass zwei Spiele in die ein oder andere Richtung sich sehr schnell auswirken können. Bei zwei Niederlagen ist man schnell wieder unten, bei zwei Siegen wieder oben dabei. Die Liga ist so ausgeglichen, da macht es meiner Meinung nach keinen Sinn da ständig drauf zu schauen."

Der 29-jährige gebürtige Heidelberger sieht im Teamgeist ein großes Plus: "Jeder ist für den anderen da, hilft bei Fehlern wo er kann. Die Rolle des Außenseiters ist uns bisher immer sehr gut gelegen, wenngleich sich dies aufgrund der bisherigen guten Resultate etwas verändert hat und wir insgesamt intensiver wahrgenommen werden."

Links Düsseldorfs Trainer FRiedhelm Funkel, rechts Kenan Kocak (SV Sandhausen). Szene aus der Pressekonferenz des Hinspiels in Sandhausen. Bild: AS Sportfotos

Trainer Kocak blickt nach dem dritten Heimsieg in Folge zuversichtlich auf das bevorstehende Top-Spiel am Freitagabend (18:30 Uhr) bei Tabellenführer Fortuna Düsseldorf: "Wir werden uns bestmöglich wie gegen jeden anderen Gegner vorbereiten, nicht hinten reinstellen, sondern versuchen das Spiel zu gewinnen. Dabei ist es ganz wichtig, dass wir weiterhin an der Chancenverwertung arbeiten. Die Fortuna steht nicht zu Unrecht ganz oben. Dennoch sehe ich uns nicht chancenlos, und mit einer guten Tagesform ist einiges möglich."

Die Schwarz-Weißen holten aus den letzten vier Spielen zehn Punkte und befinden sich wie Düsseldorfer, die nach zuvor sechs sieglosen Spielen die letzten drei wieder gewann, in Top-Form.

Die Düsseldorfer streben die Rückkehr in die Beletage seit dem Abstieg 2013 an. Nach der durchwachsenen letzten Saison sei "der Aufstieg keine Illusion, wenn man junge Spieler halten könne und den Kader durch vier, fünf Neue sinnvoll ergänzen würde", so der Trainerroutinier der Rheinländer, Friedhelm Funkel, vor der Saison. Mit den Flügelspielern Zimmer und Neuhaus wurden bundesligaerfahrene Spieler ausgeliehen, die sich als absolute Verstärkungen erwiesen, zudem erwies sich die Verpflichtung des belgischen Stürmers Raman als Volltreffer. Ein gutes Omen ist sicherlich die positive Bilanz der Kurpfälzer, die zuletzt alle drei Duelle in der ESPRIT Arena für sich entscheiden konnten.

Letzte Änderung am Donnerstag, 01 Februar 2018