Dienstag, 16. Juli 2019

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Moral gezeigt - Der SV Sandhausen dreht einen 0:1 Rückstand gegen Dresden in einen 3:1 Sieg

erstellt am Sonntag, 14 April 2019
SV Sandhausen vs. SG Dynamo Dresden - Jubel beim 1-1 durch Nr. 2 Aleksandr Zhirov. SV Sandhausen vs. SG Dynamo Dresden - Jubel beim 1-1 durch Nr. 2 Aleksandr Zhirov. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Erst dominiert, aber nicht getroffen - dann bestraft, aber wieder aufgestanden.

Der SV Sandhausen machte auch gegen Dynamo Dresden dort weiter, wo er in den Partien davor aufgehört hatte. Der 3:1 (0:0) Heimerfolg gegen die Ostdeutschen war bereits das 5. Spiel ohne Niederlage in Serie und der 13. Punkt von 15 möglichen. Das ist ein Zwischenspurt, der Mut macht und der zeigt, dass der SVS auf dem besten Weg dazu ist, die 2. Liga tatsächlich zu halten.

Zum Spielverlauf: Sandhausen verdeutlichte von Beginn an, wer Herr im Haus ist. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat schnürte die Gäste in der eigenen Hälfte fest und kam auch zu Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. Die dickste Gelegenheit vor der Pause hatte wohl Behrens, der nach einer traumhaften Flanke von Ex-HSVler Diekmeier am langen Pfosten bedient wurde und mit dem Kopf am Tor vorbei zielte. Mit dem Fuß hätte der ehemalige Saarbrücker wohl mehr Glück gehabt (32.).

Und wie es eben manchmal so ist: Wer selbst trotz drückender Überlegenheit nicht trifft, wird irgendwann bestraft. In der 56. Minute profitiert Berko von einem katastrophalen Rückpass von Kister und hat keine Mühe aus kürzester Distanz einzuschieben. Der Schock saß tief, für ein paar Minuten war die Dominanz des SVS wie verflogen.

SV Sandhausen vs. SG Dynamo Dresden - Nr. 16 Kevin Behrens beim Kopfball. AS Sportfotos

Doch die kam zurück, belegte einmal mehr das, was sich schon in den letzten Wochen immer wieder abgezeichnet hat: Die Hardtwälder schlagen zurück, zeigen Moral. Zhirov per Kopfball (69.), Daghfous mit einem direkt verwandelten Freistoß-Hammer (72.) und Wooten nach einem schnell vorgetragenen Konter (79.) machten den Feiertag für Sandhausen perfekt. 30 Punkte hat man mittlerweile auf dem Konto - der Klassenerhalt rückt immer näher, denn als 15. hat Sandhausen auch den Anschluss zum 14. (Aue/32) und 13. (Dresden/33) hergestellt.

Dementsprechend gut gelaunt präsentierte sich Koschinat dann auch: "Aus meiner Sicht hatten wir eine sehr gute Spielanlage, die Mannschaft wirkte nicht nur zweikampfstark und gallig, sondern auch ball- und passsicher."

Fast schon wie im Märchen muss sich hingegen Daghfous vorgekommen sein, denn für ihn war es ein Comeback wie aus dem Bilderbruch. In der 53. Minute eingewechselt worden, in der 72. Minute die zwischenzeitliche 2:1 Führung besorgt - und all das in seinem ersten Saisonspiel nach einer rund achtmonatigen Zeit in der Reha. "Für mich waren das heute natürlich besonders glückliche Momente. Solch ein Comeback wünscht sich jeder Spieler nach einer langen Verletzung", erklärte er.

Sandhausens Andrew Wooten auf dem Weg zum 3:1. AS Sportfotos

Dass er eingewechselt wurde hing hingegen mit einem nicht ganz so schönen Moment zusammen: Koschinat musste reagieren und den verletzten Förster auf die Bank holen. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Gleiches gilt für Abwehr- und Kopfball-Spezialist Karl, der bereits in der 18. Minute verletzt das Feld räumen musste.

SV Sandhausen: Schuhen - Diekmeier, Kister, Zhirov, Paqarada - Linsmayer, Karl (20. Zenga), Taffertshofer, Förster (53. Daghfous) - Wooten (90. Müller), Behrens.
SG Dynamo Dresden: Schubert - Dumic, Ballas, Gonther (78. Ebert) - Burnic - Wahlqvist, Atik, Duljevic, Möschl (71. Kreuzer) - Berko, Koné (63. Röser).
Tore: 0:1 Berko (56.), 1:1 Zhirov (69.), 2:1 Daghfous (72.), 3:1 Wooten (79).
Zuschauer: 6541

 

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 14 April 2019

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