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Der Anfang ist gemacht - Der SV Sandhausen erkämpft sich ein 3:0 gegen den VfL Bochum

erstellt am Sonntag, 03 Februar 2019
Kollektiver Torjubel beim SV Sandhausen. Kollektiver Torjubel beim SV Sandhausen. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Irgendwie hatte man längst das Gefühl, dass der SV Sandhausen das Siegen komplett verlernt hätte, doch seit Sonntagmittag gegen 15.30 Uhr haben die Hardtwälder das Gegenteil bewiesen:

Mit dem 3:0 (0:0) im Heimspiel gegen den VfL Bochum schoss sich der Zweitligist all den Frust der letzten Wochen und Monate von der Seele.

Für die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat war es tatsächlich erst der 3. Sieg in dieser Saison. Und der letzte liegt schon eine halbe Ewigkeit zurück. Mitte Oktober 2018 jubelte man zuletzt dreifach. Das war damals gleichzeitig der Einstand von Koschinat, der mit einem 4:0 Erfolg über Ingolstadt endete.

Am Sonntag waren 5524 Zuschauer dabei und die feierten den Sieg überschwänglich. Doch so schön der Heimcoup auch war, die Situation bleibt angespannt. Denn in der Tabelle steht der SVS weiter auf dem Relegationsplatz, was belegt, dass sich im Keller etwas tut. Alle kämpfen gegen den drohenden Abstieg. Ausruhen ist also nicht drin. Das weiß auch der Präsident. Jürgen Machmeier, früher selbst mal Torhüter, war nach dem Schlusspfiff dennoch erst einmal extrem erleichtert und froh. "Es ist heute das geglückt, was wir uns ab der Winterpause vorgenommen haben, nämlich dass wir ein Zeichen setzen", sagte der langjährige SVS-Macher.

Doch bei allem Respekt vor dem couragierten Auftritt der Sandhäuser; am Ende ist er sicherlich um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen. Denn die Gäste waren nicht die schlechtere Mannschaft. Bochum rannte beherzt an und hatte einige hochkarätige Chancen. Lukas Hinterseer (11.) und insbesondere Sidney Sam (26./45./69.) ließen Topmöglichkeiten liegen. Und wie es eben im Sport manchmal so ist, wer sich nicht belohnt, wird bestraft: In der 54. Minute schraubte sich Tim Knipping nach einem Eckball im 16er hoch und köpfte diesen energisch über die Torlinie.

Fabian Schleusener (links) erzielt in der Schlussminute das 3:0 für den SV Sandhausen. Bild: AS Sportfotos

Ausgerechnet Knipping, der nach einer langen Verletzung erst in der letzten Woche beim HSV Hamburg wieder sein Comeback gab. Auch Koschinat dachte so: "Das ist eine Geschichte, die nur der Fußball schreiben kann", sagte er, "wir sind jetzt sehr erleichtert, weil wir nach den Ergebnissen unserer Konkurrenten in der Pflicht waren."

Die weiteren Treffer für Sandhausen steuerten Andrew Wooten (75.) mit einem sehenswerten Heber aus rund 25 Metern vor dem Tor und Fabian Schleusener (90.) per Abstauber bei. Doch der Matchwinner war Knipping. Neben seinem Tor war er auch ansonsten ein echter Aktivposten. Er warf sich in jeden Ball und war häufig der Turm in der Schlacht und machte somit auch vor, wie es für die Sandhäuser im Abstiegskampf gehen kann oder sogar gehen muss. Kämpfen und kratzen müssen sie, um doch noch die Wende zum Guten zu schaffen. Der Anfang wurde gegen Bochum gemacht.

SV Sandhausen - VfL Bochum 3:0 (0:0)

Sandhausen: Schuhen - Diekmeier, Verlaat, Knipping, Dieckmann (46. Paqarada) - Karl (83. Schirow), Taffertshofer - Schleusener, Förster (77. Behrens), Gislason - Wooten. - Trainer: Koschinat
Bochum: Riemann - Gyamerah (83. Celozzi), Hoogland, Fabian, Soares - Losilla, Tesche - Sam, Zoller (60. Sebastian Maier), Weilandt (60. Ganvoula), Hinterseer. - Trainer: Dutt

Tore: 1:0 Knipping (54.), 2:0 Wooten (75.), 3:0 Schleusener (90.)
Zuschauer: 5524
Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)
Rote Karte: Ganvoula (Bochum) nach einer Tätlichkeit (85.)

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 03 Februar 2019

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