Samstag, 20. Juli 2019

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Zu ängstlich beim Titelkandidaten - Der SV Sandhausen verliert beim HSV verdient mit 1:2

erstellt am Donnerstag, 31 Januar 2019
Szene aus dem Hinspiel. Nr. 19 Leart Paquarada (SVS) im Duell mit Nr.7 Khaled Narey (HSV). Szene aus dem Hinspiel. Nr. 19 Leart Paquarada (SVS) im Duell mit Nr.7 Khaled Narey (HSV). Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Betrachtet man das nackte Ergebnis, kann man dem SV Sandhausen eigentlich keinen Vorwurf machen.

Mit 1:2 (0:1) kann man beim Hamburger SV schon mal verlieren. Bei einem der Topfavoriten auf den Aufstieg in die Bundesliga an einem Unentschieden gekratzt zu haben, ist aller Ehren wert.

Das Problem ist jedoch, dass das Ergebnis täuscht. Sandhausen war das Kaninchen vor der Schlange. Vor allem in der 1. Halbzeit war der 0:1 Rückstand mehr als schmeichelhaft. Es war ein Spiel auf ein Tor, das der HSV frühzeitig hätte entscheiden können. Wenn nicht sogar müssen.

Nach dem Wechsel tat der SVS mehr fürs Spiel, ging letztlich aber verdientermaßen als Verlierer vom Platz. Auch Uwe Koschinat, der Trainer Hardtwälder, wollte da nicht widersprechen: "Das war ein verdienter Sieg für den HSV. Im ersten Durchgang waren wir klar unterlegen und unser starker Keeper hielt lange die Null." Und weiter: "Wir sind dann aber besser in die zweite Halbzeit gestartet und haben ein bisschen aus dem Nichts das 1:1 erzielt. Leider waren wir dann schnell wieder in Rückstand."

Die HSV-Führung besorgte die wohl schillerndste Figur im Kader der Hanseaten. Es war Pierre-Michel Lasogga, dem die Bild Zeitung unlängst sogar die umfangreiche Lasogga-Homestory widmete. Mit dem Pausenpfiff stand der Sturmtank
goldrichtig und brauchte die Kugel nur noch einschieben. 1:0 (45.)! Ärgerlich für den SV Sandhausen: Sein Passgeber Jatta stand zuvor hauchdünn im strafbaren Abseits, was die TV Bilder klar belegten.

In der 63. Minute hatte dann auch der SVS Grund zum Jubeln: Der Ex-HSVler Diekmeier kommt in der 63. Minute nach einem Foul von Jatta zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelt Wooten trocken ins linke untere Eck.
Zeit zum Feiern blieb aber kaum. Keine 3 Minuten später klingelte es nämlich schon wieder im Kasten der Kurpfälzer. Erneut war es Lasogga, der nicht lange fackelte und einen beherzten Schuss von der Strafraumgrenze ins Tor hämmerte. Ernsthaft in Gefahr geriet der Erfolg danach nicht mehr.

Koschinat versuchte danach die positiven Dinge mitzunehmen: "Wir haben gezeigt, dass man eine Feldunterlegenheit durch Teamgeist wieder wettmachen kann und das muss der Schlüssel für das Spiel gegen Bochum sein." Bleibt zu hoffen, dass seinen Worten bald Taten folgen, denn die Konkurrenz im Keller schläft nicht. Sandhausen steht mittlerweile auf dem Relegationsplatz und das punktgleich mit dem Tabellen-Letzten aus Duisburg.

Hamburger SV - SV Sandhausen 2:1 (1:0)

Hamburger SV: Pollersbeck - Sakai, Jung, van Drongelen, Santos - Mangala - Jatta, Ito (69./Özcan), Holtby (87./Vagnoman), Narey (69./Hunt) - Lasogga
SV Sandhausen: Schuhen - Diekmeier, Verlaat, Knipping, Paqarada - Kulovits (82./ Behrens), Taffertshofer - Gíslason, Förster (82./Vollmann), Dieckmann (57./Schleusener) - Wooten

Tore: 1:0 Lasogga (45'), 1:1 Wooten (65', FE), 2:1 Lasogga (68')
Zuschauer: 36.564

 

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 31 Januar 2019

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