Mittwoch, 26. Juni 2019

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Schafft der SVS gegen Angstgegner Heidenheim den Befreiungsschlag?

erstellt am Freitag, 30 November 2018
2. BL - 18/19 - SV Sandhausen vs. FC Ingolstadt 04v. li. im Zweikampf Stefan Kutschke (Ingolstadt) und Jesper Verlaat (Sandhausen). 2. BL - 18/19 - SV Sandhausen vs. FC Ingolstadt 04v. li. im Zweikampf Stefan Kutschke (Ingolstadt) und Jesper Verlaat (Sandhausen). Bild: Siegfried Lörz

SV Sandhausen noch mit drei Heimspielen bis zur Winterpause

sport-kurier. Bei bereits drei Punkten Rückstand zu einem Nichtabstiegsplatz gilt es für den Tabellensechzehnten SV Sandhausen den geringen Vorteil der drei Heimspiele bis zur Winterpause gegen Heidenheim, Regensburg und dem Rückrundenauftakt gegen Fürth bei nur einem Auswärtsspiel in Bielefeld zu nutzen.

Schließlich führen die ersten drei Auswärtsspiele der Rückrunde 2019 den SVS zu den Spitzenteams aus Hamburg, Berlin und Köln. Wichtiger denn je wäre es, am Sonntag um 13:30 Uhr in der Partie des 15. Spieltags den ersten Sieg in der Zweitligahistorie gegen den 1. FC Heidenheim zu landen.

Schwer verdaubar war die 1:2-Niederlage zuletzt bei Holstein Kiel, in der die Kurpfälzer bei einem deutlichen Chancenplus reihenweise gute Möglichkeiten ungenutzt ließen und am Ende zum fünften Mal in Folge sieglos blieben. SVS-Stürmer Fabian Schleusener, der in Kiel seinen fünften Saisontreffer erzielte: "Wir hatten die Partie absolut im Griff, aber oft hat der entscheidende Pass gefehlt."

Zu einem entscheidenden Faktor im Abstiegskampf wird die Defensivabteilung, die bereits 22 kassierte. Trainer Uwe Koschinat, der nach dem Kiel-Spiel von "einem Rückschlag im Abstiegskampf sprach", hat sich bei seinem ausgerufenen leitungsfördernden Konkurrenzkampf auf der Torhüterposition festgelegt. Nachdem sich Marcel Schuhen nach überstandener Verletzungspause wieder zurückgemeldet hat, entschied sich der SVS-Coach für die Leverkusener Leihgabe Niklas Lomb als Nummer 1.

Nach zuvor sechs Ligapartien ohne Niederlage musste der 1. FC Heidenheim am letzten Spieltag mit der 1:5-Heimniederlage gegen den SC Paderborn einen unerwartet deutlichen Rückschlag einstecken und rangiert nun vier Punkte hinter dem Tabellendritten St. Pauli. Torwart Kevin Müller zählt ebenso wie die aus der Regionalliga verpflichteten Patrick Mainka und Niklas Dorsch, die die Abgänge der beiden erfahrenen Defensivspieler Kevin Kraus und Marcel Titsch-Rivero kompensierten, zum starken Rückhalt.

Frank Schmidt, seit elf Jahren Trainer auf der Ostalb und noch bis 2023 unter Vertrag, zur Spielweise seines Teams: "Unsere mannschaftliche Laufbereitschaft ist immer im Grenzbereich, hinzu kommt unsere Sprintqualität". Ein Dauerbrenner beim FCH ist der inzwischen 33-jährige Kapitän Marc Schnatterer, der unverändert gefährliche Standards tritt und bei seinen elf Torbeteiligungen in der laufenden Saison nur in fünf von vierzehn Einsätzen nicht an einem Tor beteiligt war.

Schnatterer dürfte am Hardtwald besonders motiviert ins Spiel gehen, da er nach zehn Jahren Heidenheim bei 99 Tore und 100 Vorlagen sicherlich die 200 vollmachen möchte. Herausragend in der Offensive ist der Österreicher Nikola Dovedan, der an sieben Ligatoren beteiligt war und zudem beim 3:0 gegen Sandhausen kürzlich im DFB-Pokal zwei Tore erzielte. Verzichten muss Schmidt seit Wochen auf den verletzten Toptorjäger Robert Glatzel.
Einmal mehr gilt es, alle Kräfte am Hardtwald zu bündeln, um nicht nur den wichtigen ersten Zweitliga-Dreier in der Pokal-Revanche gegen Heidenheim einzufahren, sondern den Anschluss an die Nichtabstiegsränge nicht größer werden zu lassen.

SVS-Trainer Koschinat findet lobende Worte für den nächsten Gegner: "Heidenheim ist eine Mannschaft, die in diesem Jahr eine gute Rolle in der 2. Liga spielt und auswärts schon einigen Top-Teams das Leben schwergemacht hat." Dennoch gibt sich der Coach kämpferisch: "Wir wissen ganz genau, was wir abzuliefern haben. Unabhängig von der aktuellen Tabellenkonstellation und unabhängig vom Pokalspiel in Heidenheim, wird es am Sonntag kaum etwas Schöneres geben, als einen Heimsieg gegen den FCH."

 

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 30 November 2018

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