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"Personelle Veränderungen wird es geben" ++ Sandhausens Fanbeauftragter Frank Löning im Interview

erstellt am Donnerstag, 15 November 2018
Frank Löning ist beim Zweitligisten SV Sandhausen Fanbeauftragter. Frank Löning ist beim Zweitligisten SV Sandhausen Fanbeauftragter. Bild: BWA

sport-kurier. Frank Löning ist in seiner Zeit als Profi beim SV Sandhausen nicht nur Publikumsliebling gewesen, sondern hat mit seinen vielen Toren auch großen Anteil daran, dass die Kurpfälzer überhaupt in der 2. Bundesliga spielen.

Seit Mai 2017 ist der in Aurich geborene Familienvater nach seiner aktiven Karriere als Fanbeauftragten am Hardtwald tätig, um die Schnittstelle zwischen Fans und Verein zu schließen.

Der sport-kurier unterhielt sich mit dem ehemaligen Torjäger über die aktuelle Situation des abstiegsbedrohten Zweitligisten:

Herr Löning: Wie bewerten Sie als ehemaliger Torjäger die Nullnummer gegen Duisburg am letzten Spieltag?

Frank Löning: Es war ein Duell zwischen zwei Mannschaften, die um den Ligaverbleib kämpften. Beide waren verunsichert und hatten Angst nach vorne zu spielen und Fehler zu machen. Die wenigen Chancen, die man hatte, konnten nicht genutzt werden. Wenn man gegen Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen keine Tore schießt, muss man Schlussfolgern, dass zu wenig investiert wurde.

Wo muss jetzt besonders angesetzt werden?

Löning: Wir müssen die Länderspielpause intensiv nutzen, um uns besser aufzustellen. Wir müssen leistungsmäßig noch einiges aufbauen, aber zuletzt war es zu wenig Druck, was wir von hinten heraus entwickeln, um Gegner in Gefahr zu bringen. Da muss man auch mal auf die Tugenden zurückgreifen und die Bälle vorne reinhauen. Wir haben mittlerweile drei kopfballstarke Stürmer. Das macht der FC Bayern nicht anders, wenn es spielerisch nicht klappt, dann muss man wieder mal zurückschrauben, hinten sicher stehen und vorne draufgehen. Das Glück muss einfach erzwungen werden.

Der erhoffte Schub durch den Trainerwechsel hat sich noch nicht bestätigt.

Löning: Für den Trainer ist es eine schwierige Situation. Uwe Koschinat hatte gleich eine Englische Woche vor sich. Viel konnte er von dem vorhandenen Spielermaterial nicht verändern, um Unruhe zu vermeiden. Jetzt hat er in der Länderspielpause Zeit, um mit der Mannschaft arbeiten zu können. Er muss die Mannschaft aufbauen und schauen, was er aus den restlichen Spielen vor der Winterpause noch ziehen kann. Ich gehe davon aus, dass es die eine oder andere personelle Veränderung noch geben wird. Das hat aber nicht mit schlechten Leistungen zu tun, sondern ist der Situation geschuldet, dass man irgendwo etwas verändern muss.

Zuletzt gab es vereinzelt Pfiff am Hardtwald.

Löning: In den letzten fünf Jahren sind wir immer in der Winterpause gut dagestanden. Das fehlt uns momentan etwas. Wir sind sehr geduldig, auch die Fans. Die Saison ist zwar noch lange, aber so langsam müssen jetzt Punkte eingefahren werden. Ich glaube die Fans haben begriffen, dass die Mannschaft will und auch etwas Pech in einigen Spielen hatte. Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten Wochen etwas zufriedener gestimmt werden und unterm Weihnachtsbaum noch ein paar Punkte liegen haben.

Mit Kiel wartet nach der Länderspielpause eine schwierige Aufgabe.

Löning: Wir müssen einfach das Optimum herauszuholen und gegen die nächsten Gegner, die alle zu schlagen sind, punkten. Wir müssen dranbleiben. Das nächste Auswärtsspiel in Kiel sollte gewonnen werden, da führt kein Weg dran vorbei. Kiel ist eine Mannschaft, die immer wieder zurückkommt, das hat man zuletzt gegen Paderborn gesehen - die geben niemals auf. Aber vielleicht ist es für uns auch einfacher auswärts an die Leistungen der letzten 20 Minuten gegen Duisburg anzusetzen, hinten gut zu stehen, wenig zuzulassen und vorne noch mehr Risiko zu gehen.

 

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 15 November 2018

2. Bundesliga