Montag, 18. März 2019

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Der SV Sandhausen will auch bei Dynamo Dresden etwas reißen

erstellt am Freitag, 02 November 2018
SVS-Coach Uwe Koschinat. SVS-Coach Uwe Koschinat. Bild: AS Sportfotos

Im dritten Auswärtsspiel innerhalb von sieben Tagen gastiert Zweitligist SV Sandhausen am Freitag um 18.30 Uhr beim Tabellenelften Dynamo Dresden.

Ziel der Kurpfälzer ist es an die positiven Offensivleistungen aus den ersten beiden Ligaspielen unter dem neuen Trainer Uwe Koschinat gegen Ingolstadt (4:0) und Paderborn (3:3) anzuknüpfen. Im Sturm scheint der Knoten geplatzt zu sein, nachdem Andrew Wooten und Fabian Schleusener zuletzt jeweils ihre Saisontreffer 2 bis 4 erzielten. Ebenso hat sich die Torschussquote mit 26 Schüssen deutlich erhöht, und in Paderborn wurde erstmals in dieser Saison nach einem Rückstand nicht verloren. Mit 17 Gegentreffern nach elf Spieltagen hat sich Sandhausen schon über die Hälfte der 33 Gegentreffer aus der Vorsaison eingefangen.

Doch scheint sich der Defensivverbund, in dem sich Neuzugang Jesper Verlaat als absolute Verstärkung erweist, zu alter Sicherheit zurück zu finden, was positiv stimmt, um aus den Abstiegsregionen wieder heraus zu kommen. Die erste Niederlage musste Trainer Koschinat in der zweiten DFB-Pokalrunde mit 3:0 Toren bei Ligakonkurrent und inzwischen Angstgegner 1 FC Heidenheim hinnehmen. Auch wenn die Schwarz-Weißen sich gerne für das Achtelfinale qualifiziert hätten, so gilt nun alle Konzentration dem Abstiegskampf.

Während das Team von Trainer Koschinat wieder zur Vierer-Abwehrkette zurückgekehrt ist, bevorzugt Dresdens Trainer Maik Walpurgis die Dreier-Abwehrkette bei einer Sturmspitze. Anfang September löste der ehemalige Ingolstädter auf dem Trainerstuhl der Sachsen den besonnenen und beliebten Uwe Neuhaus ab, der zuvor drei Jahre bei den Ostdeutschen tätig war und den Verein 2016 zurück in die Zweite Liga führte.

Nachdem man aber in der letzten Saison mit Platz 14 hinter den Erwartungen zurückblieb und in dieser Saison die Entwicklung stagnierte, brachte das Erstrundenaus im DFB-Pokal beim Regionalligisten SV Rödlinghausen das Fass zum Überlaufen und Neuhaus musste gehen. In unruhigen Zeiten beim Traditionsverein und achtmaligen Meister der ehemaligen DDR trat Ende September dann überraschend das komplette Vereinspräsidium zurück, nachdem es Machtkämpfe zwischen Präsidium und Vereinsführung gab.

Die Bilanz unter Walpurgis ist bei drei Siegen, drei Unentschieden und zwei Heimniederlagen gegen Hamburg und Fürth noch ausbaufähig. Am letzten Spieltag landeten die Sachsen mit einem Unentschieden beim noch einzig ungeschlagenen Zweitligisten Union Berlin einen Achtungserfolg, obwohl sie eine Stunde lang nach einer Gelb-Roten Karte für Mittelfeldspieler Ioannis Nikolaou, der folglich gegen den SVS fehlen wird, auskommen mussten.

Tendenziell ist Dresden, das mit elf Gegentoren zu den defensivstärksten Teams der Liga zählt, ein unbequem zu bespielender Gegner. Schlüsselspieler sind der robuste Kapitän Marco Hartmann in der Hintermannschaft, der Mentalitätsspieler und Kämpfer Patrick Ebert im Mittelfeld sowie der senegalesische Stürmer Moussa Koné, der in den letzten sechs Spielen fünfmal traf. Auch Flügelflitzer Aias Aosman war zuletzt an drei Toren beteiligt.

Mit einem Heim-Zuschauerschnitt von über 28.000 Zuschauern, dies ist der drittbeste Zweitligawert hinter den Bundesliga-Absteigern Hamburg und Köln, hat Dynamo frenetische Anhänger hinter sich. In bester Erinnerung dürfte noch der 4:0-Überraschungscoup des SV Sandhausen letzte Saison in Dresden sein.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 02 November 2018

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