Dienstag, 16. Juli 2019

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Sturm-Rakete Ihlas Bebou gilt als spektakulärste Neuverpflichtung von Bundesligist TSG Hoffenheim

erstellt am Freitag, 05 Juli 2019
Links Evan N'Dicka (Eintracht Frankfurt) gegen Ihlas Bebou (grün/Hannover 96) - Eintracht Frankfurt vs. Hannover 96, Commerzbank Arena Links Evan N'Dicka (Eintracht Frankfurt) gegen Ihlas Bebou (grün/Hannover 96) - Eintracht Frankfurt vs. Hannover 96, Commerzbank Arena Foto: Gameday Media Service

sport-kurier. Aufgrund der Ablöse von rund 7,5 Millionen Euro, die die Kraichgauer für den Stürmer an Bundesliga-Absteiger Hannover 96 überwiesen, steigt automatisch die Erwartungshaltung. Vertraglich ist Bebou bis 30.06.2023 an die TSG gebunden.

Bebou fühlt sich in der neuen Umgebung bereits sehr wohl: "Schon vor dem Trainingsbeginn war ich ein paar Tage hier, habe mir alles angeschaut. Momentan wohne ich noch im Hotel in Heidelberg, aber in 3-4 Wochen ziehe ich mit meiner Amira dann in eine Wohnung. Hier wirkt alles sehr familiär. Die Trainingsbedingungen sind sehr gut."

Letztendlich entschied sich Bebou im Tauziehen zwischen Mönchengladbach und der TSG für die Hoffenheimer auch aufgrund deren Spielweise: "Mit ausschlaggebend hierher zu kommen war, dass mir schon immer die Spielweise gefallen hat. Die offensive Ausrichtung liegt mir sehr gut. Zudem waren die Gespräche mit Trainer Schreuder und Herrn Rosen sehr gut. Sie haben mir das super vermittelt."

Die letzte Saison war für ihn wie ein Seuchenjahr. Ein Sehnenanrisses und eine Muskelverletzung waren letztendlich ausschlaggebend, dass er es nur zu elf Bundesliga-Einsätzen, in denen er vier Tore und drei Assists beisteuerte, brachte. Dennoch möchte er nicht von einer Art Verletzungsanfälligkeit sprechen: "Auch wenn die letzte Saison sehr bitter war, so habe ich davor zwei Spielzeiten durchgespielt, vor allem bei Düsseldorf in der Zweiten Liga." Hier absolvierte er insgesamt 70 Zweitligaeinsätze, in denen er elf Treffer und 14 Assists beisteuerte.

Der Blick geht voraus, das Negative bleibt zurück: "Jetzt bin ich wieder fit und möchte meinen Körper wieder so gut behandeln wie möglich, damit ich nicht mehr so eine lange Ausfallzeit erlebe." Zunächst möchte er sich an die neue Spielweise gewöhnen, um dann den entscheidenden Durchbruch anzuvisieren. Bebou: "In der Vorbereitungsphase möchte ich mich an die neue Spielweise bestmöglich gewöhnen, viel Gas geben und mich zeigen. Die Spielweise hier ist sehr viel schneller, als ich es kannte. Das ist für mich zwar Neuland, aber auch eine Herausforderung, die ich gerne annehmen möchte."

Spannung verspricht das Duell mit den anderen Offensivkräften. Auf die Frage, ob er sich im Duell mit den etablierten Stürmern Kramaric, Belfodil, Szalai und Joelinton behaupten kann, sagt er respektvoll: "Alle haben letzte Saison hier sehr viel geleistet. Ich versuche mich jetzt erst mal voll reinzuhängen, mein Bestes zu geben, so dass der Trainer es am Ende schwer haben wird, eine Entscheidung zu treffen, wen er aufstellt."

Am liebsten kommt Bebou über die Außen, wo er seine Schnelligkeit am besten ausspielen kann. Dennoch sieht er sich vielseitig einsetzbar: "Ich habe schon auf mehreren Positionen gespielt: Im Sturm, auf der Zehn oder Acht. Am liebsten spiele ich auf Rechtsaußen. Hier kommen meine eigenen Stärken im Tempodribbling, auf dem schnellen Weg zum Tor am besten zum Tragen."

Bebou, der in Sokodé im Togo geboren ist, kam mit elf Jahren nach Nordrhein-Westfalen, wo er auch die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat. Der bekennende Barcelona-Fan gilt als stets positiv denkender Mensch, der in seiner Freizeit gerne PlayStation spielt, am liebsten FIFA. Neben seinem Lieblingsessen Spagetti-Bolognese nascht er hin und wieder gerne, am liebsten Waldbeeren. Die hohe Ablöse sieht er nach eigener Aussage "nicht als Druck, sondern eher positiv. Es zeigt eher die Wertschätzung, die er bekomme." Für die Nationalmannschaft Togos absolvierte der Rechtsfuß bislang zehn Partien - drei davon beim Afrika Cup 2017.

Alexander Rosen, TSG-Direktor Profifußball, ist voll des Lobes über den Neuzugang: "Ihlas ist einer der schnellsten Spieler der Bundesliga und kann in der Offensive variabel eingesetzt werden. Darüber hinaus ist er technisch und spielerisch stark, sodass er extrem schwer zu verteidigen ist und ein echter Unterschiedsspieler sein kann. Wir sind überzeugt davon, dass er unser Spiel mit seiner Qualität bereichern wird."

 

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 05 Juli 2019

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