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Waldhof-Neuzugang Michael Fink im Gespräch mit dem SPORTKURIER

erstellt am Mittwoch, 10 Juni 2015
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Michael Fink (links im Bild/lila-Trijkot) gegen Sandhausens Andrew Wooten. Szene aus SV Sandhausen - Erzgebirge Aue. Michael Fink (links im Bild/lila-Trijkot) gegen Sandhausens Andrew Wooten. Szene aus SV Sandhausen - Erzgebirge Aue. Bild: AS Sportfotos

von Sportkurier. Michael Fink hat vor wenigen Wochen noch als Kapitän mit dem FC Erzgebirge Aue gegen den Abstieg aus der Zweiten Liga gekämpft.

Am Ende blieben er und seine Teamkollegen erfolglos, doch das hatte nichts damit zu tun, dass sich Fink eine neue Aufgabe gesucht hat. Für die nächsten zwei Jahre will er als spielender Co-Trainer beim SV Waldhof neue Erfahrungen sammeln - und sich auf den nächsten Schritt in seiner Karriere vorbereiten.

Herr Fink, Sie wechseln von der Zweiten in die Vierte Liga. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

Die Grundvoraussetzung für meine Frau und mich war, dass wir wieder nach Hause wollten. Wir leben ganz in der Nähe von Frankfurt, weil wir dort mit unseren drei Hunden in der Zukunft auch die Familienplanung in Angriff nehmen möchten. In den vergangenen Jahren waren wir viel unterwegs, jetzt war es Zeit, wieder ins eigene Heim zu kommen.

Und deshalb war der SV Waldhof die richtige Option? Es gab sicher mehrere Möglichkeiten für Sie?

Ja, das stimmt schon, aber die Aufgabe beim SVW ist sehr reizvoll. Ich war auf der Suche nach einem Verein, der mir eine gute Perspektive aufzeigen kann. Das ist in Mannheim gegeben. Ich kann jetzt als Trainer in eine neue Aufgabe hineinschnuppern, und das direkt in der Vierten Liga, das ist eine Riesenchance. Außerdem ist es gut, dass ich auch noch als Spieler mithelfen kann, denn ich bin körperlich noch topfit und möchte durchaus noch zwei Jahre auf dem Platz dabei sein.

Wie kam der Kontakt zum SVW und Kenan Kocak zustande?

Zunächst über einen gemeinsamen Freund Daniel Cirmen, der mit Kenan zusammen den A-Schein gemacht hat. Außerdem ist Kenan mit meinem Berater gut befreundet. Wir haben uns dann vor einem halben Jahr erstmals über die Möglichkeit unterhalten und zuletzt sind die Gespräche immer konkreter geworden. Ich freue mich sehr, dass es jetzt geklappt hat, denn der SVW ist ein großer Verein, der es hoffentlich bald wieder in den Profifußball schafft.

Neben Ihnen wurde mit Hanno Balitsch ein weiterer ehemaliger Bundesliga-Spieler verpflichtet, der wie Sie im defensiven Mittelfeld und der Viererkette einsetzbar ist. Haben Sie sich schon ausgetauscht?

Wir haben schon miteinander gesprochen. Wir freuen uns darauf, mal zusammen in einer Mannschaft zu spielen und nicht nur gegeneinander. Ich gehe davon aus, dass einer von uns in der Viererkette spielt und der andere im Mittelfeld. Es ist sinnvoll, dass in jedem Mannschaftsteil ein erfahrener Mann steht. Wer dann wo aufläuft, müssen wir sehen.

Welche sportlichen Ziele haben Sie für die kommende Saison?

Wir wollen natürlich weiter oben angreifen. Die Voraussetzungen dafür sind mit den Transfers geschaffen, finde ich. Wir bekommen jetzt Erfahrung in das Team, dass ja schon eine gewachsene Struktur hat.

Der Aufstieg in die Dritte Liga wird also angestrebt?

Der Verein sollte dieses Ziel haben, aber ich weiß nicht, ob das in der nächsten Saison umgesetzt werden kann. Wir sollten uns vornehmen, unter den ersten Fünf zu landen. Das halte ich mit dieser Mannschaft für realistisch.

Gelesen 2919 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 10 Juni 2015