Donnerstag, 27. Juni 2019

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Anpfiff ins Leben und die Aktion Mensch Stiftung fördern Amputierten-Fußball mit fünfjährigem Modellprojekt

erstellt am Mittwoch, 03 April 2019
Projektleiter Christian Heintz an seinem Arbeitsplatz. Projektleiter Christian Heintz an seinem Arbeitsplatz. Bild: Anpfiff ins Leben e.V.

Hoffenheim. Anpfiff ins Leben ist der größte Förderer des deutschen Amputierten-Fußballs.

Mit der Unterstützung der Aktion Mensch Stiftung beginnt die gemeinnützige Organisation nun das auf fünf Jahre angelegte Modellprojekt "Amputierten-Fußball im Verein: Mittendrin statt nur am Rand", dessen Ziel die Inklusion von Amputierten-Fußballern in den Trainingsbetrieb regulärer Fußballvereine ist.

Als Projektleiter kam Christian Heintz an Bord. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft des Amputierten-Fußballs verlor bei einem Autounfall sein rechtes Bein, wollte aber als leidenschaftlicher Fußballer seine Sportart nicht aufgeben. "Der Amputierten-Fußball hat mir mehr gegeben, als ich je gedacht hätte: Ich kann wieder Fußball spielen, im Verein, unter Gleichgesinnten, gewinne neue Freunde, habe sportlichen Wettkampf und die Verknüpfung von Bewegung und Spaß. Dank Anpfiff kam sogar ein sozialer Auftrag dazu: Es sollen auch viele andere die Möglichkeiten bekommen, die ich habe."

Dafür wird Heintz nun deutschlandweit unterwegs sein, um in Kooperation mit der Sepp-Herberger-Stiftung, den Fußball- und Behindertensportverbänden sowie medizinischen Einrichtungen die Wahrnehmung seiner Sportart zu stärken. Amputierten-Fußballer sollen am regulären Trainingsbetrieb ihrer Heimatvereine teilnehmen können.

Dass dies möglich ist, stellt Heintz vor Ort unter Beweis. Ferner sollen sich neben Anpfiff Hoffenheim e.V. weitere Amputierten-Fußball-Clubs bilden, mit denen ein eigener Ligabetrieb entsteht. Auf dem Weg dorthin werden Trainer durch die Erarbeitung von Trainingsmethoden sowohl bei der Inklusion von Amputierten im Training als auch bei der Leitung von Amputierten-Fußball-Teams unterstützt.

Wie hier in Schwäbisch Hall reist Christian Heintz durch Deutschland. Foto: Ufuk Arslan


Einige Highlights während der fünfjährigen Projektdauer werden die Wahrnehmung der Sportart schärfen. Bereits im Juli 2019 findet das Europäische Junior Camp mit 80 amputierten Jugendlichen in Walldorf statt. 2020 wird zudem das 6 Nationen Turnier in der Metropolregion Rhein-Neckar ausgerichtet. 2020 und 2022 wird Anpfiff ins Leben den Amputierten-Fußball auf der OT World, Europas größter Orthopädiemesse, vorstellen. Das große Ziel ist dann - parallel zur UEFA Euro 2024 - die Ausrichtung der Amputierten-Fußball-Europameisterschaft 2024.

"Fußball ist für viele die Sportart Nummer eins - egal ob sie ein oder zwei Beine haben", stellt Dietmar Pfähler, 1. Vorsitzender von Anpfiff ins Leben, fest. "Deshalb freuen wir uns darüber, dass wir dank der Förderung der Aktion Mensch Stiftung dieses tolle Projekt realisieren können. Jeder Mensch mit einer Amputation in Deutschland soll wissen, dass es diese Option für ihn gibt!"

Ab sofort wird Christian Heintz durch die Republik reisen, um die Sportart erlebbar zu machen und Interessierten zu demonstrieren, wie eine Inklusion von Amputierten-Fußball funktionieren kann. Weitere Informationen werden folgen und können auf www.anpfiffinsleben.de gefunden werden.

 

Pressemitteilung Anpfiff ins Leben / Aktion Mensch Stiftung https://www.anpfiffinsleben.de/

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 03 April 2019