Mittwoch, 20. März 2019

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Geballte Mannheimer Kraft unter dem Hallendach

erstellt am Montag, 24 Dezember 2018
Laura Neurohr / TSV gegen Maren Voss und Lisa Stiefenhoefer - Feuenheimer HC (blau) vs. TSV Mannheim (rot). Laura Neurohr / TSV gegen Maren Voss und Lisa Stiefenhoefer - Feuenheimer HC (blau) vs. TSV Mannheim (rot). Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Hockey und Mannheim, das gehört einfach zusammen. Und zwar nicht nur auf dem Eis.

Denn neben den Eishockey-Cracks der Adler Mannheim mischt die Quadratestadt auch im normalen Hockey ganz vorne mit. Beim Mannheimer Hockey-Club und beim TSV Mannheim geben sich die Ausnahmekönner die Klinke in die Hand.

Sowohl bei den Frauen als auch bei den Herren spielen die beiden Clubs ganz vorne in Deutschland mit. Aktuell hat sich das Spielgeschehen, der Jahreszeit entsprechend, unters Hallendach verlagert. Gleich 5 Teams aus Mannheim sind Anfang Dezember in die Saison der Hallenhockey Bundesliga gestartet: Der MHC und der TSV stellen jeweils eine Frauen- und eine Männermannschaft. Und man höre und staune, auch der Feudenheimer HC ist mittlerweile bei den Frauen im Oberhaus angekommen.

Sieben Aufstiege in Folge machten es möglich. Den Feudenheimer HC kann man als Schwesterverein des MHC bezeichnen, dort sind einige Spielerinnen am Ball, die früher auch schon beim MHC gespielt haben, aus beruflichen oder familiären Gründen aber mittlerweile kürzertreten müssen. Verstärkt hat man sich mit den Nationalspielerinnen Julia Meffert und Pia Oldhafer, die beide vom MHC kamen, und Lisa Stiefenhöfer (TG Frankenthal).

Teresa Pelegrina und Noelle Rother gegen Maxi Pohl /MHC (mi) - Mannheimer HC vs. UHC Hamburg. AS Sportfotos

Da demgegenüber aber auch einige Abgänge stehen, geht es für die Feudenheimerinnen in diese Winter eigentlich einzig und allein darum, die Klasse zu halten. Läuft alles nach Plan, könnten die Frauen des TSV Mannheim am Ende ins Viertelfinale einziehen. Schließlich hat man im Vergleich zur Hallen-Vorsaison einige frische Kräfte dazu bekommen. Allen voran Fanny Cihlar, die unter ihrem Mädchenname Rinne einst große Erfolge im Hockey gefeiert hatte.

Eine weitere neue Ex-Nationalspielerin ist Laura Keibel. Hinzu kommt noch Charlotte van Bodegom, die vom Traditionsverein UHC Hamburg an den Mannheimer Fernmeldeturm gewechselt ist. Diesen drei Neuzugängen steht mit Emma Heßler (Düsseldorfer HC) nur ein Abgang gegenüber. Noch stärker einzuschätzen sind die Frauen des MHC. Aus Eindhoven wechselten Marlena Rybacha und Donja Zwinkels ans Feudenheimer Neckarplatt. Genau wie Naomi Heyn, die zuletzt bei Rot-Weiß Köln spielte, aber wegen ihres Studiums nach Mannheim gekommen ist.

Solvej Althof gegen Viktoria Przybilla / TSV - Mannheimer HC (blau) vs TSV Mannheim. AS Sportfotos

Heyn hat auch schon für die deutsche Hockey-Nationalmannschaft gespielt. Weiter mit den Männern. Der MHC geht eher gedämpft optimistisch ins Rennen. Trainer Matthias Becher muss auf wichtige Kräfte verzichten. Einige Asse sind verletzt, andre haben ihre Karriere beendet und einer war so gut, dass schlichtweg "abgeworben" wurde: Danny Nguyen stand im Kader für die Feldhockey-WM in Indien, die bis zum 16. Dezember ging. Eine Option für den MHC ist er auch danach, da Nguyen sich nach der WM gezielt auf die neue Pro League vorbereitet.

Pro League? Sie ist ein neues Format für Nationalmannschaften, die sich ab 2019 erstmals in einer Liga duellieren werden, die gleichzeitig auch als Qualifikation für die Olympischen Spiele und Weltmeisterschaften gilt. Zurück zum Hallen-Modus. Die Männer des TSV Mannheim waren im letzten Winter sehr erfolgreich. Damals schafften sie im Süden den Gruppensieg. Ganz so unrealistisch scheint der auch diesmal nicht zu sein.

 

 

Letzte Änderung am Montag, 24 Dezember 2018