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 Positives Fazit nach der ersten Bundesligasaison

Ziel für die neue Spielzeit - ein Platz unter den ersten 8 Teams

von Sportkurier. Die erste Saison in der 1. Volleyball-Bundesliga ist für die Volleyballerinnen des SV Sinsheim Geschichte. Und die junge Mannschaft hat sich teuer verkauft: Der SVS sauste als Tabellen-Elfter über die Ziellinie. Ein Resultat, das nicht selbstverständlich war. Rudi Sonnenbichler, der Trainer der Sinsheimer Schmetterlinge, zieht im Interview mit dem Sportkurier seine Saisonbilanz.

SK: Rudi Sonnenbichler, wie zufrieden sind Sie mit Abschneiden ihrer Mannschaft bei der Bundesliga-Premiere?

Sonnenbichler: Insgesamt stimmt mich unser erstes Bundesliga-Jahr sehr positiv. Schließlich haben wir im Vergleich zur Zweiten Liga kaum Veränderungen vorgenommen. Lediglich eine neue Spielerin kam hinzu. Und da weiß man natürlich nie so genau, was einen erwartet. Denn der Sprung aus dem Unter- ins Oberhaus ist im Volleyball schon ein Quantensprung.  Und den konnten gerade wir nicht problemlos ausgleichen: Viele unserer Spielerinnen studieren, arbeiten oder machen sogar beides zusammen. Bei der Konkurrenz sieht das meist anders aus. Ebenfalls unklar war, wie unsere Spielerinnen darauf reagieren würden, dass wir plötzlich nicht mehr alles gewinnen.

SK: Wird sich der Kader im Hinblick auf die neue Saison verändern?

Sonnenbichler: Bislang hat sich mit Franziska Bremer eigentlich nur eine Spielerin verabschiedet. Dafür waren berufliche Gründe ausschlaggebend. Zudem werden uns noch unsere ausländischen Zuspielerinnen verlassen. Zwei große Fragezeichen stehen auch noch hinter den Einsätzen von Natallia Antanovich und
Alina Bondar. Beide haben körperliche, sprich gesundheitliche Probleme. Es muss geprüft werden, ob sie weiterhin Leistungssport betreiben können. Folglich müssen wir natürlich reagieren. Außerdem standen uns während der letzten Saison eigentlich nur elf Spielerinnen zur Verfügung: Das ist in der Bundesliga einfach zu wenig. Es sollten schon 13 Spielereinnen sein.

SK: Stehen zum jetzigen Zeitpunkt schon Neuzugänge fest?

Sonnenbichler: Ja. Katharina Stauß kehrt aus Stuttgart zurück, Jana Schumann aus Schwerin und auch Jule Paul kommt aus Schwerin. Die eine oder andere wird aber noch folgen. Uns fehlen insbesondere noch Spielerinnen, die über eine große Erfahrung verfügen. Ich bin mir aber sicher, dass wir diese Spielerinnen auch finden werden. Derzeit sieht es jedenfalls sehr gut aus

SK: Wie sehen für den SV Sinsheim denn die Ziele für die neue Saison aus?

Sonnenbichler: Die Bundesliga wird auf 16 Mannschaften aufgestockt. Vier Teams werden absteigen müssen. Wobei man eigentlich trotzdem Elfter werden muss, um die Klasse sicher zu halten. Schließlich tritt mit dem VC Olympia ein Team an, das ausnahmslos mit Talenten gespickt ist und nicht absteigen kann. Aber wir wollen möglichst gar nicht nach unten schauen. Wir möchten nämlich eher unter die ersten acht Teams, nicht unter die letzten.

SK: In Sinsheim hat sich in Sachen Volleyball im letzten Jahr einiges getan...

Sonnenbichler: Das stimmt! Der Volleyball ist angenommen worden. Wenn man sich überlegt, dass wir noch vor nicht allzu langer Zeit noch in der Realschulhalle vor rund 150 Zuschauern gespielt haben, ist es schon bemerkenswert, dass uns nun in der Messehalle stets rund 1.000 Fans anfeuern. Und diese Fans kommen auch von weiter her. Selbst von den häufigen Niederlagen haben sie sich nicht abschrecken lassen.

SK: Folglich kann in Sinsheim in den nächsten Jahren etwas richtig Großes aufgebaut werden, oder?

Sonnenbichler: Das liegt sicher nicht alleine in unserer Hand. Dazu muss die ganze Region beitragen. Alle müssen mithelfen. Denn das ist ein riesiger finanzieller und logistischer Aufwand. Aber wenn die Stadt weiterhin bei der Stange bleibt, und in uns das weibliche Aushängeschild sieht, dann klappt das. Man darf allerdings auch nicht zu schnell, zu viel wollen. Es kann nämlich nicht sein, dass man innerhalb eines Jahres vom Dornrösschenschlaf bis ins Sommermärchen durchstartet. Der einzige Selbstläufer im Profisport ist und bleibt nun mal der Fußball.

SK: Der Sportkurier wünscht Ihnen und Ihrem Team für die neue Spielzeit viel Erfolg

Sonnenbichler: Vielen Dank, den wünsche ich uns auch.

sportkurier mannheim/heidelberg

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