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Hoffenheim beendet Talfahrt: 2:1 gegen Hannover

Erleichterung bei Ralf Rangnick, erneuter Frust für Mirko Slomka: Nach dem Duell der beiden einstigen Weggefährten hatte nur Hoffenheims Trainer Rangnick Grund zum Jubeln.

"Der Sieg tut natürlich sehr gut“, sagte der TSG-Coach nach dem 2:1 (2:0) gegen Hannover 96 und ergänzte: „Das 1:0 war für uns wie eine Befreiung.“ Während die Hoffenheimer ihre Talfahrt mit dem ersten Erfolg im neuen Jahr stoppten, warten die Niedersachsen nun schon seit zehn Spielen auf einen Dreier. „Ich bin schon enttäuscht von der einen oder anderen Position in unserer Mannschaft“, meinte Slomka, der als 96-Coach auch nach drei Spielen weiter auf den ersten Punkt wartet. 
 
Vor 28 100 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena erzielten Carlos Eduardo (35. Minute) und Sejad Salihovic (40., Foulelfmeter) die Treffer für die Gastgeber. Für Hannover gelang Neuzugang Arouna Koné nur noch das Anschlusstor (57.). „Er hat gezeigt, dass er eine Verstärkung ist und der Mannschaft weiterhelfen kann“, lobte Slomka den Angreifer, der vom FC Sevilla gekommen war und sein Debüt im Hannoveraner Trikot feierte.

Beiden Teams war die Verunsicherung nach ihren Negativserien deutlich anzumerken. Vor allem die Gäste, die seit dem 31. Oktober 2009 auf einen Sieg warten, stürzten in der Defensive von einer Verlegenheit in die nächste. Slomka hatte sein Team im Vergleich zum desaströsen 1:3 gegen den 1. FC Nürnberg gleich auf fünf Positionen verändert: Unter anderem standen die beiden Last-Minute-Transfers Elson und Koné in der Startformation. Kapitän Arnold Bruggink und Ex- Nationalspieler Mike Hanke mussten dafür auf der Bank Platz nehmen.

Bei den Gastgebern kehrten Josip Simunic, Chinedu Obasi und Maicosuel in die Anfangself zurück. Doch auch die Hoffenheimer zeigten zunächst viele Stockfehler und konnten aus den Wacklern in der Gästeabwehr kein Kapital schlagen. Erst in der 19. Minute hatte Vedad Ibisevic die erste gute Gelegenheit für die Kraichgauer, köpfte völlig frei stehend aber neben das Hannoveraner Tor.

Zehn Minuten vor der Pause brach Carlos Eduardo dann den Bann: Nach feinem Zuspiel von Obasi schlenzte er den Ball ins lange Eck. Das erste Tor des Jahres wirkte auf die Hoffenheimer wie eine Befreiung. Wenig später wurde der nun aufblühende Brasilianer von Christian Schulz im Strafraum zu Fall gebracht. Salihovic verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 2:0-Pausenstand.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Hannoveraner zunächst alles schuldig. Stattdessen vergaben Obasi (52.) und zweimal Ibisevic (52., 57.) weitere Chancen für die Hoffenheimer. Wie aus dem Nichts traf der agile Koné dann zum 1:2 für die Gäste und machte die Partie damit noch einmal spannend.

Doch von einem wirklichen Aufbäumen war bei den Norddeutschen nicht viel zu sehen. Hoffenheim, das mit Andreas Beck, Marvin Compper und Obasi drei Tage vor dem Pokal-Viertelfinale bei Werder Bremen am Dienstag gleich drei Spieler verletzt auswechseln musste, blieb das bessere Team, versäumte es aber, den Sack zuzumachen. So musste die Elf von Rangnick bis zum Schluss zittern, ehe der erste Dreier seit dem 21. November 2009 feststand.

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