Im 100. Jubiläumsjahr steigt die SGK Heidelberg in die Landesliga ab
von sportkurier. Es ist genau das eingetreten, was viele befürchtet haben, aber nun keiner wahrhaben will: Die SG Heidelberg-Kirchheim ist abgestiegen, muss den bitteren Gang in die Landesliga antreten. Den ehemaligen Oberligisten erwischte es in der Relegation: Kirchheim unterlag dem mittelbadischen Landesliga-Vizemeister 1. FC Birkenfeld mit 0:2.
Die Enttäuschung ist riesig. Uwe Hollmichel, der bei den Kirchheimern als Fußball-Abteilungsleiter fungiert, brachte es unmittelbar nach der überraschenden Pleite in Neuthard auf den Punkt: „Im Jubiläumsjahr diese Situation des Abstiegs zu erleben, ist sehr bitter. Aber wir müssen dieser Situation nun ins Auge sehen und mit unseren Partnern und der Mannschaft intensive Gespräche führen und die Lage analysieren.“
Apropos Jubiläumsjahr: Die SGK feiert im kommenden Monat ihren 100. Geburtstag. Es sollte ein großes Fest werden. Nun wird die Trauer wohl überwiegen. Klar ist mittlerweile, dass sich auf der Kommandobrücke nichts verändern wird. In Kirchheim vertraut man der Führungsetage.
Hollmichel, der hauptberuflich als Bankdirektor tätig ist, wird genauso weitermachen wie der Technische Leiter Steffen Petri und Cheftrainer Maik Haag. Und auch die Spieler, die den Karren an die Wand gefahren haben, wollen den Schaden wieder ausbügeln. 15 Fußballer, die zum Stammpersonal der Kirchheimer zählten, haben ihre Zusage bereits gegeben. Gemeinsam hat man nur ein Ziel: den sofortigen Wiederaufstieg.
Und der sollte auch möglichst rasch gelingen. Eine baldige Rückkehr ist quasi sogar Pflicht. Denn dauerhaft kann die SGK – zumindest mit dem derzeitigen finanziellen Aufwand – wohl nicht in der Landesliga existieren. Ausschlaggebend für den Abstieg war letztlich sicher nicht die Pleite im finalen Relegationsduell gegen Birkenfeld. Schuld war vielmehr das miserable Auftreten der Haag-Elf in der Hinrunde. Hier konnten die Kirchheimer ihr Potenzial nur selten ausschöpfen. Das klappte dann dafür aber im Liga-Schluss-Spurt umso besser. Hier zeigte die SGK, zu was sie eigentlich fähig sein kann:
Kirchheim holte Punkt um Punkt auf und schob sich auf den Relegationsplatz. Eine tolle Leistung, die letztlich aber vielleicht im Umkehrschluss auch eine Mitschuld am Scheitern im Relegationsmodus hatte: Denn gerade in Neuthard präsentierte sich die SGK nicht hundertprozentig fit. Manche Akteure machten einen ausgelaugten Eindruck, wirkten saft- und kraftlos. Kein Wunder, schließlich baute Haag in den letzten Wochen fast ausschließlich auf die gleichen Spieler. Ausruhen war da ein Fremdwort. Nun gilt es sich im Sommer neu zu sammeln, um dann in der neuen Saison den direkten Wiederaufstieg in Angriff nehmen zu können.
Sportkurier mannheim/heidelberg
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