Samstag 19 Mai 2012

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Im EnBW-Cup unterliegen die “Roten Teufel” dem Bundesligisten MT Melsungen 25:33

Verletztenlazarett groß

(rkü) Nach einem unterhaltsamen Handball-Abend in der Heinrich-Beck-Halle konnten alle Beteiligten zufrieden sein – Spieler, Trainer, Zuschauer.

 

Zwar hatte die SG Leutershausen beim Spiel um den EnBW-Cup gegen den Bundesligisten MT Melsungen 25:33 (16:18) verloren, doch das Ergebnis spielte bei dieser Partie ohnehin nur eine untergeordnete Rolle.

“Wir haben ja zurzeit ein ähnliches Problem wie Leutershausen”, erklärte Melsungens Trainer Michael Roth, “uns fehlen auch fünf Stammspieler. Wir sind gerade in der Vorbereitung auf die Rückrunde, haben in den letzten Wochen vor allem an der Kondition gearbeitet und trainieren seit ein paar Tagen erst wieder mit dem Ball. Wir müssen uns also auch erst wieder finden.”

Tatsächlich ging SGL-Coach Holger Löhr ganz ähnlich in das Spiel: “Wir haben das Tempo fast völlig rausgenommen, um ganz bewusst ins Positionsspiel zu kommen.” Für beide war der EnBW-Cup also ein Training unter Wettkampfbedingungen – wobei die “Roten Teufel” aus der dritten Liga die Hessen aus der ersten Liga zunächst mehr forderten, als diese es wahrhaben wollten.

Nach 15 Minuten führten die Gastgeber sogar 9:7. Allerdings holte die Roth-Truppe schnell wieder auf und gestaltete die Partie offen. Die rund 400 Zuschauer in der Halle bekamen dabei einige Kabinettstückchen zu sehen, unter anderem zweimal den Kempa-Trick.

Genau so oft rannten sich die Gäste aber auch in der SGL-Abwehr fest. Vor allem vereitelten einmal mehr die Torhüter der Rot-Weißen klare Chancen der Gäste. Sowohl Alexander Hübe als auch in Halbzeit zwei Roko Peribonio ließen sich von den Angreifern des Bundesligisten nicht sehr beeindrucken. “Wir haben dieses Spiel am Anfang wirklich zu locker gesehen. Trotzdem war es ein schönes Spiel, fair und nicht zu hart”, resümierte Michael Roth.

Im zweiten Spielabschnitt zog seine Truppe etwas an – und auf sechs Tore davon. Leutershausen steckte jedoch nicht auf und saugte sich sogar noch einmal ein wenig an den Bundesligisten heran. Erst in den letzten beiden Minuten bauten die Hessen schließlich den Vorsprung standesgemäß auf acht Tore aus. “Man würde sich natürlich wünschen, dass das Ergebnis klarer ausfiele – für die Umstände war das heute aber in Ordnung”, so Roth.

Auf Seiten der SG Leutershausen war man vor allem froh, dass das Spiel ohne weitere Verletzungen abging, steht doch am Samstag (20 Uhr) die wichtige Partie gegen Horkheim-Bezwinger TSV Neuhausen an.

Bis dahin will auch Junioren-Nationalspieler Jochen Geppert wieder einsatzbereit sein, der gegen Melsungen als sechster Stammspieler fehlte. Ihn plagten Kreislaufprobleme, die er tags darauf medizinisch überprüfen lassen wollte.

Die SGL gegen Melsungen: Hübe, Peribonio, Wetzel (1), Kuch (4), Gunst (5/4), Spilger (1), Ruß (2), Conrad (3), Kellendonk (2), Hornstein, Volk (4), Rigterink (3)

Quelle + Mannschaftsbild: SG Leutershausen

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