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Marc El-Sayed: Wir freuen uns aufs Finale

kurier 27752 Der Youngster konnte weiter zulegen

Als die Adler 2007 ihr letztes Finale bestritten und auch die Deutsche Meisterschaft gewannen, da hatte Marc El-Sayed gerade sein erstes Jahr bei den Jungadlern in der DNL absolviert.

Ganz links im Bild: Marc El-Sayed


Heute steht der mittlerweile 21-jährige Center selbst auf der großen Bühne eines DEL-Finales und startet am Sonntag mit seinen Kollegen in Berlin in die Finals 2012. Dass die Adler dort spielen, ist auch ein Verdienst des jungen Mittelstürmers, der seit letzter Saison fester Bestandteil der Mannschaft von Harold Kreis ist.

Nach einer tollen Vorrunde konnte der Youngster in den Playoffs nochmals zulegen und steuerte auch schon zwei wichtige Tore auf dem Weg ins Finale bei. Wir haben uns heute nach dem Training mit Marc El-Sayed getroffen und uns mit ihm über die diesjährigen Playoffs unterhalten.

Marc, 6:2 gegen Ingolstadt und damit das DEL-Finale erreicht. Ich könnte mir vorstellen, dass Du am Mittwochabend zufrieden ins Bett gegangen bist?

Das auf jeden Fall. Wir haben das Spiel verdient gewonnen, da wir sehr konzentriert gespielt haben. Die Freude in der Kabine war groß, aber auch kurz. Denn wir sind nach dem Essen schnell nach Hause, haben gut geschlafen und sind nun bereit für das Finale.

Wie genau kann man die Stimmung in der Kabine nach dem Sieg beschreiben?adler

Wenn Du es schaffst, bis ins Finale zu kommen, dann hast Du es als Team auch verdient. Die Freude war groß, aber der Fokus lag auch schnell auf unserem Gegner und der Vorbereitung aufs Finale. Schließlich wollen wir dieses Endspiel unbedingt gewinnen.

Ihr seid am Mittwochabend gleich von Anfang an sehr engagiert und diszipliniert zu Werke gegangen.

Ja, das war die richtige Antwort auf das 0:3 in Ingolstadt zwei Tage zuvor. Aus meiner Sicht war der entscheidende Faktor, dass wir gleich mit Vollgas aus der Kabine gekommen sind und dem Gegner gezeigt haben, dass wir uns den Finaleinzug in der eigenen Halle keinesfalls nehmen lassen wollen.

Rückblickend: Wie hast Du die gesamte Halbfinalserie erlebt?

Die Spiele waren sehr intensiv, Ingolstadt war ein sehr starker Gegner. Die Offensive ist hervorragend besetzt und auch die Verteidiger haben sich immer wieder in den Angriff mit eingeschaltet.

Hat also der Einsatz am Ende den Unterschied ausgemacht?

Irgendwie schon. Es war eine sehr knappe Serie und wir haben die physische Komponente sehr gut auf dem Eis umgesetzt. Wir hatten während der gesamten Serie einfach den größeren Willen, ins Finale zu kommen.

Schaut man auf die Halbfinalespiele zurück, hat man schnell Dein Unterzahltor beim ersten Spiel in Ingolstadt im Sinn. Dieser Treffer zum 2:0 war der Grundstein für den späteren 4:1-Sieg. Mit deinem zweiten Playofftreffer krönst Du zudem im Moment Deine starke Hauptrunde.

Ich freue mich sehr, wenn ich mit meinen Leistungen der Mannschaft helfen kann und wenn das dann auch gesehen wird. Aber ich bleibe dennoch auf dem Boden. Ich spiele in einer sehr starken Mannschaft und da ist es leichter, auch selbst gute Leistungen zu bringen. Das Team hat einen tollen Charakter und wir harmonieren sehr gut. Mir persönlich geht’s gut, ich fühle mich pudelwohl und das sieht man im Moment auch auf dem Eis.

Nun wartet das große Finale gegen die Eisbären auf Euch. Von den Medien wird es Traumfinale oder Duell der Giganten genannt. Was ist es für Dich?

Zunächst muss man sagen, dass es ja an sich keine große Überraschung ist, dass Berlin im Finale steht. Immerhin standen sie das fast immer in den letzten Jahren. Aber sie haben diesmal mit Straubing eine wirklich starke Mannschaft ausgeschaltet, die sich in den letzten Wochen sehr gut präsentiert hatte. Auf uns wartet wirklich eine große Herausforderung, auf die wir uns aber auch sehr freuen.

Es waren enge und gute Duelle gegen Berlin in der bisherigen Saison. Ihr wisst also wie man gegen die Eisbären auftreten muss?

Das stimmt nur bedingt. Die Duelle gegen Berlin waren alle sehr spannend und wir haben fast immer stark gespielt. Aber ich glaube nicht, dass uns das jetzt direkt viel helfen wird. Jetzt geht es um viel mehr, man kann sagen um alles oder nichts. Berlin wird alles geben und wir werden alles geben. Da helfen die Erfahrungen aus der Hauptrunde nur bedingt. Ich freue mich auf tolle Spiele und hoffe, dass wir das bessere Ende für uns haben werden.

Quelle: Adler Mannheim

Foto: Rhein-Neckar Picture

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